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Spaenle hält an der Hauptschule fest

München - Trotz der Abkehr der CDU vom dreigliedrigen Schulwesen will Ludwig Spaenle (CSU) an der bayerischen Hauptschule festhalten. Wie der Kultusminister seine Meinung untermauert:

Spaenle begründete das am Mittwoch mit der individuellen Förderung der Kinder in den einzelnen Schularten. “Wir setzen in Bayern weiterhin auf die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler, und zwar möglichst wohnortnah“, kommentierte Spaenle die CDU-Pläne, aus dem drei- ein zweigliedriges Schulwesen zu machen. Haupt- und Realschulen sollen unter dem neuen Namen “Oberschule“ zusammengeführt werden.

Direkte Kritik an der CDU übte Spaenle jedoch nicht: “Ich habe Verständnis, dass einzelne Länder aufgrund eines dramatischen Schülerrückgangs darüber nachdenken, das differenzierte Schulwesen in anderer Form zu organisieren.“ Er betonte, dass die Bildungspolitiker der CDU nicht die Ausbildungsgänge von Haupt- und Realschule aufheben wollten, sondern beide unter dem organisatorischen Dach der Oberschule neu organisieren wollten.

In Bayern sieht Spaenle keinen Bedarf für eine Änderung. Für ihn seien die Schularten Haupt-/Mittelschule, Realschule, Wirtschaftsschule und Gymnasium genauso wichtig wie dieFach- und Berufsoberschule. Hintergrund ist unter anderem, dass die bayerischen Hauptschulen trotz Schülerschwunds immer noch von einem wesentlich höheren Anteil der Kinder besucht werden als in den meisten anderen Bundesländern.

Spaenle hatte einen großen Teil der bayerischen Hauptschulen in den vergangenen zwei Jahren unter dem Begriff “Mittelschule“ reformiert. Hauptzweck der Reform war bessere Vorbereitung auf das Berufsleben. Die individuelle Förderung der Schüler werde an der Mittelschule beispielhaft praktiziert, sagte Spaenle - gerade in der Vorbereitung auf den Beruf und die Ausbildungsreife, zusammen mit der Agentur für Arbeit und der Wirtschaft. Spaenle verwies außerdem darauf, dass durch die Schulverbünde - zu denen sich mehrere Mittelschulen zusammenschließen können - möglichst viele Schulstandorte erhalten werden könnten.

lby

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