Tragischer Unfall in den USA

Tödliche Kettenreaktion: Drei junge Fränkinnen sterben

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Es ist eine Tragödie, die Familien und Freunde in Mittelfranken in tiefe Trauer stürzt: Drei junge Frauen starben am Sonntag in einem Mietwagen in den USA. 

Erlangen/Sparta - Drei junge Frauen im Alter zwischen 20 und 22 Jahren starben am Sonntagabend bei einem tragischen Verkehrsunfall im US-Bundesstaat Wisconsin. Die Deutschen waren auf der Interstate 90 nahe der Ortschaft Sparta unterwegs. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit stand plötzlich ein Reh auf der Fahrbahn. 

Es kam zu einer tödlichen Kettenreaktion: Die 20-jährige Fahrerin Laura P. bremste scharf, der gemietete Nissan erwischte laut US-Medienberichten das Tier dennoch frontal. Ein hinter den jungen Frauen fahrender Lastwagen konnte auch nicht mehr rechtzeitig stoppen. Fast ungebremst erfasste der Lkw den Nissan von hinten. Das Auto mit den jungen Deutschen überschlug sich und landete in einem Graben. 

Für die drei Frauen kam jede Hilfe zu spät. Laut der Wisconsin State Patrol war nur die Beifahrerin Christine D. (22) angeschnallt, die anderen beiden hatten keine Sicherheitsgurte angelegt. Der Lastwagenfahrer (46) wurde in ein Krankenhaus gebracht, er soll nicht lebensgefährlich verletzt worden sein.

Video: Gefährlicher Wildwechsel

Video: Glomex

Jahrgangsbeste und begeisterte Sportlerinnen

Die drei Frauen stammen alle aus dem Raum Mittelfranken. Christine D. wurde 2013 Jahrgangsbeste am Simon-Marius-Gymnasium in Gunzenhausen. Ihre beeindruckende Abiturnote: 1.0. Danach studierte die Ausnahmeschülerin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). 

Die Fahrerin Laura P. (20) stammte aus Roth. Es war nicht ihr erster Aufenthalt in den USA. Ein Foto auf ihrer Facebook-Seite zeigt sie 2013 auf dem Rockefeller Center in New York. Laura war eine sportliche junge Frau, sie spielte in ihrer Jugend Fußball bei der SpVgg Roth und ließ sich an der Sportschule Oberhaching zur Taekwondo-Trainerin schulen. 

Auch Melina O. liebte den Sport. Die 20-Jährige spielte Basketball beim Post SV Nürnberg. Nach dem Abi am Johannes-Scharrer-Gymnasium in Nürnberg ging sie ebenfalls zur FAU und jobbte nebenher als Kellnerin. 

Als ihren Wohnort gab Melina auf Facebook die Stadt Mankato an - dort ist eine Partneruni der Erlanger Hochschule ansässig, die Minnesota State University. Der Unfallort auf der Interstate 90 befindet sich rund 300 Kilometer von der Unistadt entfernt. Ob sich die drei Frauen über das Studium in Erlangen kennengelernt haben und sie als Gaststudentinnen in den USA waren, ist derzeit unklar. Die Pressestelle der FAU war am Donnerstag nicht erreichbar. 

Die jungen Frauen waren aufgeschlossen für Neues, begabt und ihnen stand die Zukunft offen. Nun wurden sie durch ein schreckliches Unglück aus dem Leben gerissen. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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