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Von links: Der Fraktionsvorsitzende der Bayern-SPD, Markus Rinderspacher, sein Amtskollege aus Thüringen, Matthias Hey und Sabine Friedel, Abgeordnete im Sächsischen Landtag gedenken beim Drei-Freistaaten-Stein bei Mödlareuth den Opfern der deutschen Teilung.

Am ehemaligen Todesstreifen

SPD-Fraktionen gedenken des Mauerfalls

Töpen - Gedenken an die Opfer der deutschen Teilung: Mitglieder der SPD-Fraktionen aus Bayern, Sachsen und Thüringen legten in der Grenzregion einen Kranz nieder. Aber es ging auch um aktuelle politische Themen.

Vertreter der SPD-Fraktionen aus Bayern, Sachsen und Thüringen haben am „Todesstreifen“ der ehemaligen innerdeutschen Grenze der Opfer gedacht. Anlässlich des Mauerfalls vor 25 Jahren legten sie am Montag am Drei-Freistaaten-Stein, der das Ländereck markiert, einen Kranz nieder.

„Trotz erkennbarer Anstrengungen hat sich die Grenzregion langsamer entwickelt als andere Regionen Bayerns“, sagte der bayerische SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher anschließend. Dies gelte besonders für die Bereiche Wirtschaft und Infrastruktur. „Die Gewinner sind die Menschen an sich.“ Die wiedergewonnene Freiheit sei ein ganz wichtiges Gut. „Jetzt muss die Politik aber weitere Rahmenbedingungen schaffen, die Prosperität gewährleisten können.“ Rinderspacher wiederholte die Forderungen seiner Fraktion nach mehr Eigenverantwortung für die Kommunen und einem eigenen Regionalbudget für Oberfranken.

Mit Blick auf die laufenden Koalitionsgespräche in Thüringen und eine mögliche rot-rot-grüne Landesregierung sagte der bayerische SPD-Fraktionschef: „Die Thüringer Sozialdemokratie hat allen Grund, sich da nicht reinreden zu lassen, auch nicht von anderen Bundesländern.“ Schon aus dem Prinzip der Freistaatlichkeit ergebe sich ein besonderes Selbstbewusstsein. Er selbst werde auch keine klugen Ratschläge geben. „Ich will ja kein Besser-Wessi sein.“

dpa

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