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Ihre Leiche vermutet die Polizei auf einem Anwesen in Lichtenberg: Peggy K., die 2001 spurlos verschwand.

Spektakuläre Wende

Vermisste Peggy: Polizei hat neue Spur

Lichtenberg - Im Fall der seit Jahren vermissten Peggy Knobloch bahnt sich eine spektakuläre Wende an. Die Polizei durchforstet ein Grundstück, auf dem ihre Leiche liegen soll.

Update vom 13. Oktober 2016: An den sterblichen Überresten der 2001 verschwundenen Peggy Knobloch sind DNA-Spuren des NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt gefunden worden.

Update vom 5. Juli 2016: In einem Waldstück wurden Skelett-Teile entdeckt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zur vermissten Peggy gehören. Wir berichten im News-Blog über die weiteren Entwicklungen im Fall Peggy Knobloch.

Spektakuläre Wende?

Zwölf Jahre nach dem Verschwinden der kleinen Peggy hat die Polizei wieder die Suche nach ihrer Leiche aufgenommen. Am Montag durchsuchten die Ermittler ein Anwesen in Lichtenberg in Oberfranken - bis zum Abend erfolglos, wie ein Sprecher sagte. Am Dienstag sollte die Aktion weitergehen, die Polizei will dann den Hof des Hauses umgraben. Verurteilt als Peggys Mörder ist ein geistig behinderter Mann. Doch an seiner Schuld wurden immer wieder Zweifel geäußert. Schließlich fehlte jede Spur von der Leiche.

Es gebe Hinweise darauf, dass die Leiche auf dem Anwesen versteckt sein könnte, sagte ein Polizeisprecher. Das Gebäude liegt direkt am Lichtenberger Marktplatz. Bis zu dem Haus, in dem die neunjährige Peggy bis 2001 gelebt hatte, sind es nur wenige Meter.

2012 hatten Staatsanwalt und Kripo Bayreuth in dem Fall mit neuen Ermittlungen begonnen. „Die Summe der Erkenntnisse hat uns veranlasst, hier Untersuchungen zu beginnen“, sagte der Sprecher. Zum Bewohner des Hauses machte er keine Angaben. „Personen, die im Zusammenhang mit dem Objekt stehen, werden derzeit von der Polizei befragt“, sagte er lediglich.

Hier sucht die Polizei nach Peggys Leiche

Hier sucht die Polizei nach Peggys Leiche

Gudrun Rödel, die Betreuerin des wegen Mordes verurteilten Ulvi, sagte, der Hausbewohner sei schon früher in dem Fall ins Visier der Ermittler geraten. „Aber man hatte dann Ulvi. Und in eine andere Richtung ging es nicht mehr.“ Auch dazu äußerte sich die Polizei am Montag nicht. Woher die jetzigen Hinweise auf das Anwesen stammten, wollten die Ermittler ebenfalls nicht sagen.

Die damals neun Jahre alte Peggy war 2001 spurlos verschwunden. Alle Suchaktionen blieben erfolglos. Laut Gerichtsurteil hatte Ulvi die Neunjährige getötet, um einen sexuellen Missbrauch des Mädchens zu vertuschen. Inzwischen hat Ulvis Anwalt einen Wiederaufnahmeantrag gestellt. Er wirft den damaligen Ermittlern vor, Zeugen manipuliert und entlastende Aussagen ignoriert zu haben.

mm/dpa

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