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Trümmerfeld auf der A9: Ein LKW durchbohrt die Mittelleitplanke.

Spektakulärer Lkw-Unfall

Sehr traurig: Zu dieser Maßnahme musste die Polizei auf der A9 wegen Gaffern greifen

Ein schwerer Unfall mit zwei Lastwagen hat sich auf der A9 in Richtung Münchnen ereignet. Gaffer freuten sich auf ein gutes Fotomotiv - doch die Polizei machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.

Marktschorgast - Kilometerlange Staus in beide Richtungen, zwei verletzte Trucker und ein Schaden von mindestens 350.000 Euro sind die Folge eines Verkehrsunfalls, der sich am Montagmorgen auf der Autobahn A9 zwischen den Anschlussstellen Marktschorgast (Landkreis Kulmbach) und Bad Berneck ereignete. Die Polizei in Oberfranken berichtet in ihrem Pressebericht davon. 

Kurz nach 5.30 Uhr war ein 33-jähriger Niederbayer mit seinem Sattelzug auf der A9 in Richtung München unterwegs. Bei einem Bremsmanöver geriet das Gespann mit seinen stark abgefahrenen Reifen auf der nassen Fahrbahn plötzlich ins Schlingern.

Das Zugfahrzeug durchbrach die Mittelschutzplanke, riss hierbei eine Schilderbrücke um und krachte in einen entgegenkommenden Sattelzug aus Frankreich. Obwohl der 37-jährige Franzose mittelschwere Verletzungen erlitt, hatte er Glück im Unglück, denn die Schilderbrücke traf das Führerhaus des Franzosen genau im Fahrerbereich. Das hätte auch anders ausgehen können. 

Der Auflieger des Unfallverursachers riss bei dem Zusammenstoß ab und blieb auf der Mittelschutzplanke hängen. Auch der Tank der Zugmaschine wurde dabei so stark beschädigt, dass sich etwa 500 Liter Diesel auf der Fahrbahn verteilten.

Einsatzkräfte bauten Sichtschutzzaun auf - und der Verkehr floss schneller

Die kurz darauf eintreffenden Beamten mehrerer Polizeidienststellen aus Bayreuth und Hof mussten die Autobahn in Richtung Norden total sperren, in Richtung Süden war sie für mehrere Stunden auf einen Fahrstreifen verengt. Ausleitung, Reinigung und Absicherung der Unfallstelle sowie Verkehrsregelung auf den Umleitungsstrecken übernahmen die Feuerwehren aus der gesamten Region und das Technische Hilfswerk.

In Richtung Nürnberg bauten die Einsatzkräfte einen Sichtschutzzaun der Autobahnmeisterei Münchberg auf, der für eine deutliche Verbesserung des Verkehrsflusses sorgte. Während der Verkehr zwischen der Ausleitung und der Unfallstelle abfloss, griffen einige Fahrzeugführer zum Handy. Mehrere von ihnen konnten die Beamten anhalten und noch vor Ort mit dem Verstoß konfrontieren. Ein entsprechendes Bußgeld wird in den nächsten Tagen auf sie zukommen.

Die Verkehrsbehinderungen, auch auf den überfüllten Umleitungsstrecken, dauern voraussichtlich bis in den Nachtmittag an.

mm/tz

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