Spenden-Betrug mit Waisenkindern

Augsburg - Sie sammelten tausende Euro Spenden für thailändische Waisenkinder, doch das Geld landete in ihren eigenen Taschen. Jetzt flog der Schwindel der Augsburger auf.

Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat gegen drei Männer Anklage wegen schweren Betrugs und Untreue erhoben. Sie sollen die Finanzierung von thailändischen Waisenkindern vorgetäuscht und so 639 Spender um knapp 600.000 Euro betrogen haben.

Hauptangeklagter ist ein 40-jähriger Kaufmann aus dem Landkreis Augsburg. Ihm sollen dessen 60 Jahre alter Vater und ein 31-Jähriger aus Augsburg bei dem Betrug geholfen haben, teilte die Behörde mit. Der 40-jährige Angeklagte soll den Angaben zufolge als alleiniger Vorstand eines Kinder- und Jugendhilfevereins aus Augsburg über das Internet und mit Telefonwerbung Paten für Kinder eines angeblichen Waisenhauses in Thailand gewonnen haben. Er soll den Spendern vorgetäuscht haben, mit einer monatlichen Unterstützung von 30 Euro den Waisenkinder zu helfen.

Von August 2004 bis Februar 2010 soll er auf diese Weise rund 625.000 Euro kassiert, tatsächlich aber nur 33.000 Euro an thailändische Hilfsprojekte überwiesen haben. Der 40-Jährige sitzt seit Oktober 2009 in Untersuchungshaft. Ein Termin für das Verfahren steht noch nicht fest.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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