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Sprengstoffalarm neben Autobahn-Rastanlage Spessart. Nach Informationen der Agentur News5 wurden Radlader und Bagger als Barriere um den Wagen herum in Stellung gebracht.

Großeinsatz der Polizei 

Sprengstoff-Alarm an A3: Festgenommener soll iranischer Diplomat sein - Anschlag in Paris geplant?

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  • Marcel Görmann
    Marcel Görmann
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Am Sonntag lief ein größerer Polizeieinsatz neben der A3 an der Rastanlage Spessart Süd bei Weibersbrunn (Landkreis Aschaffenburg). Nun kommen immer mehr Details ans Licht.

Upfate 2. Juli, 16.10 Uhr:

Nach dem Sprengstoffverdacht und der Festnahme an einer Rastanlage an der Autobahn 3 bei Aschaffenburg bleiben alle vier Verdächtigen zunächst in Gewahrsam. Gegen einen der Männer liegt ein europäischer Haftbefehl vor, nachdem er sich in Belgien strafbar gemacht habe, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg am Montag sagte. Belgien habe die Auslieferung des Festgenommenen bereits beantragt. Über diesen Antrag könnte das Oberlandesgericht Bamberg in den kommenden Wochen entscheiden. Zuvor allerdings muss ein Ermittlungsrichter anordnen, dass der Mann weiter festgehalten werden darf. Was genau er in Belgien getan haben soll, wollten die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht sagen.

Der Mann ist den Angaben der Bamberger Generalstaatsanwaltschaft zufolge iranischer Staatsangehöriger und kein Asylbewerber. Wie alt der Mann ist und aus welchem Land die anderen drei Männer stammen, blieb zunächst weiter unklar. Warum die Polizei auch die anderen drei Männer in Gewahrsam behält, sagte ein Polizeisprecher zunächst ebenfalls nicht.

Bild-Bericht: Festgenommener plante Anschlag in Paris

Laut einem Bericht von bild.de soll es sich bei dem Festgenommenen um Assadollah A. handeln. Der Mann sei demnach ein mit internationalem Haftbefehl gesuchter iranischer Diplomat, der in Österreich stationiert war. Er sei ein Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstes. Laut Bild soll er einen Anschlag auf ein Treffen der iranischen Oppositionsbewegung MEK in Paris geplant haben. Weitere im Auto befindliche Personen sollten ihn demnach ausführen. A. soll Bild-Informationen zufolge nun ausgeliefert werden.

Das Auto, in dem die vier Männer saßen, war am Sonntagabend an der Rastanlage Spessart-Süd auf der Autobahn 3 kontrolliert worden. Es hatte Ermittlern zufolge einen deutlichen Hinweis darauf gegeben, dass sich Sprengstoff in dem Wagen befinden könnte. Deshalb war ein Großaufgebot der Polizei angerückt. Nachdem Spezialisten des bayerischen Landeskriminalamtes das Auto untersucht hatten, konnte wenige Stunden später Entwarnung gegeben werden. „Es wurde festgestellt, dass von dem Auto keine Gefahr ausgeht“, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Das Fahrzeug sei daraufhin zu nächsten Verkehrspolizeiinspektion transportiert worden.

Update 2. Juli, 9.30 Uhr:

Nach der Festnahme an einer Rastanlage in Aschaffenburg bleiben alle vier Verdächtigen zunächst in Gewahrsam. „Ein Mann, gegen den ein internationaler Haftbefehl vorliegt, wird heute dem Richter vorgeführt“, sagte Björn Schmitt von der Polizei Unterfranken am Montagmorgen. Warum die Polizei die anderen drei Menschen in Gewahrsam behält, sagte der Sprecher zunächst nicht. Aus ermittlungstaktischen Gründen könne die Polizei auch am Montag vorerst keine Details zu dem Vorfall nennen, bei dem am späten Sonntagabend wegen eines Sprengstoffverdachts ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz war.

Update 22.42 Uhr: Entwarnung nach der Sperrung

Wegen eines sprengstoffverdächtigen Fahrzeugs ist die Rastanlage Spessart Süd an der Autobahn 3 am Sonntag geräumt worden. Die Sprengstoff-Experten der Polizisten konnten in dem Auto jedoch nichts finden, die A3 musste daher auch nicht gesperrt werden.

Erstmeldung um 21 Uhr: 

Weibersbrunn - Die Raststätte wurde weiträumig abgesperrt. Das Polizeipräsidium Unterfranken gibt bekannt, dass möglicherweise sogar die Autobahn gesperrt werden muss. 

Nach Polizeiangaben kontrollierten Polizisten am Nachmittag ein mit vier Personen besetztes Auto im Bereich der Rastanlage. Dabei stellten sie fest, dass gegen einen der Insassen ein europäischer Haftbefehl vorlag. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. 

Sprengstoff-Verdacht - LKA-Spezialisten zur Rastanlage gerufen

Bei der Überprüfung des Autos ergaben sich außerdem Hinweise, dass sich in dem Fahrzeug möglicherweise Sprengstoff befindet. Deshalb wurden auch die übrigen drei Insassen in Polizeigewahrsam genommen. 

Nach Informationen der Agentur News5 wurden mehrere Radlader und Bagger um den Wagen herum in Stellung gebracht, um eine Barriere bei einer möglichen Explosion zu bilden.

Großeinsatz der Polizei auf der A3 wegen Sprengstoff-Verdacht

Sprengstoffspezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes und Kräfte der Bereitschaftspolizei sind vor Ort. Auch sechs Fahrzeuge des Rettungsdienstes, ein Notarzt und örtliche Feuerwehren wurden zur Rastanlage gerufen. 

Haftbefehl offenbar von der Staatsanwaltschaft München ausgestellt

Ob wirklich Sprengstoff gefunden, wieso der Mann polizeilich gesucht wurde und welche Hintergründe dieser Einsatz hat, ist zur Stunde noch unbekannt.Weshalb der Mann polizeilich gesucht wurde, ist noch nicht bekannt. Wie News5 von der Polizei erfahren hat, wurde der Haftbefehl durch die Staatsanwaltschaft München ausgestellt.

mag

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