Messerstecher von Grafing: Das Urteil ist gefallen

Messerstecher von Grafing: Das Urteil ist gefallen

Bayerns Bürger rüsten auf

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In Bayern haben sich im vergangenen Jahr sprunghaft mehr Menschen mit einer Waffe ausgerüstet. So hat sich die Zahl der erteilten kleinen Waffenscheine gegenüber dem Vorjahr fast versechsfacht, ergibt sich aus einer Landtags-Anfrage der Grünen.

MünchenDer kleine Waffenschein berechtigt dazu, Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen in der Öffentlichkeit mit sich zu führen. 33 198 Personen beantragten dies, 2015 waren es erst 5748 Personen. Hinzu kommt eine Dunkelziffer, da der bloße Erwerb von Schreckschusswaffen ohne behördliche Genehmigung erlaubt ist. Die „dramatische Zunahme“ sei „besorgniserregend“, erklärte die Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze. Sie forderte eine wirksamere Kontrolle des Waffenhandels und strengere Anforderungen an Waffenbesitzer. Auch für den bloßen Kauf von Schreckschusswaffen müsse eine Erlaubnis vorgeschrieben werden.

Auch die Zahl der Schusswaffen in Bayern nahm nach Angaben aus dem bayerischen Innenministerium zu – um 2,8 Prozent auf nun fast 1,2 Millionen, die von 230 000 Personen gehalten werden. Das ist allerdings anders als von den Grünen behauptet kein neuer Höchststand. Zum Vergleich: 2009 waren noch 1,42 Millionen Schusswaffen mit 367 000 Besitzern gezählt worden. Nach dem Amoklauf von Winnenden in diesem Jahr hatte es bundesweit Kampagnen zur Rückgabe veralteter und vererbten Waffen gegeben – die Zahl der Schusswaffen sank danach in Bayern auf 1,15 Millionen im Jahr 2012. Seit einigen Zeit steigt sie wieder an. Als Gründe werden von Psychologen Ängste vor mehr Kriminalität, unter anderem auch vor Einbrüchen, genannt. 

" kommentar, bayern

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