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Prozess gegen den Augsburger Kinderarzt wegen Missbrauch an 21 Buben: Ihm drohen nicht nur 15 Jahre Haft.

Prozess in Augsburg

Staatsanwaltschaft: Missbrauch von 21 Buben durch Kinderarzt bestätigt 

Augsburg - Der Augsburger Kinderarzt soll 21 Buben missbraucht haben. Die Staatsanwaltschaft sieht diese Vorwürfe bestätigt. Möglicherweise wird eine Sicherheitsverwahrung gefordert.

Die Vorwürfe gegen einen Augsburger Kinderarzt wegen sexuellen Missbrauchs von 21 Buben haben sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft bestätigt. Die Taten hätten sich weitgehend so wie in der Anklage beschrieben zugetragen, sagte die Staatsanwältin am Donnerstag zu Beginn ihres Plädoyers vor dem Landgericht Augsburg.

Dem Mann drohen nach der dreimonatigen Verhandlung nicht nur bis zu 15 Jahre Haft. Mit Spannung wurde erwartet, ob die Anklägerin auch die Sicherungsverwahrung fordert, nachdem ein Gerichtsgutachter dem Mann eine große Rückfallgefahr bescheinigt hatte. Zu Beginn des Prozesses hatte der 41-Jährige alle Missbrauchsfälle zugegeben. Am Freitag sollen seine Verteidiger ihren Schlussvortrag halten, das Urteil ist für kommenden Donnerstag geplant.

Der Mediziner war gefasst worden, nachdem er im August 2014 in Garbsen in Niedersachsen einen Fünfjährigen entführt hatte. Laut Anklage hatte der Mann das Kind in sein Auto gelockt, in seiner Zweitwohnung in Hannover betäubt, brutal missbraucht und nach zwei Stunden wieder freigelassen. In anderen Fällen hatte der Mann seine jungen Opfer etwa in Augsburg und München angesprochen und dann in Tiefgaragen oder Keller gelockt, um sich an ihnen zu vergehen.


dpa

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