Lebensmittelskandal in niederbayerischer Hühnerfabrik

Staatskanzleichef Huber will Ei-Fragen bald beantworten

München - Staatskanzleichef Marcel Huber sichert am Dienstag zu, bis Ende der Woche Auskunft in Sachen Bayern-Ei-Affäre zu geben. Die Opposition hatte Druck gemacht.

Der von der Opposition in der Bayern-Ei-Affäre unter Beschuss genommene Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) will bis Ende der Woche die Fragen von SPD und Grünen beantworten. Das sicherte Huber am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München der Opposition zu. Huber war in seinem früheren Amt des Umweltministers noch für den Verbraucherschutz zuständig, als Salmonellen-Eier im Sommer 2014 aus der niederbayerischen Hühnerfabrik in mehrere europäische Länder exportiert worden waren.

Die kontaminierten Eier sollen zahlreiche Erkrankungen sowie mindestens einen Todesfall ausgelöst haben. SPD und Grüne wollen unter anderem wissen, wann Huber von dem Salmonellen-Ausbruch erfahren habe und ob er persönlich in die Entscheidung eingebunden gewesen sei, die Öffentlichkeit nicht zu warnen.

„Ich werde mich bis Ende der Woche dazu äußern, wie das alles genau war“, sagte der Staatskanzleichef. Bislang steht die aktuelle Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) weit mehr im Feuer als Huber. SPD und Grüne werfen ihr vor, Auskünfte weitestgehend zu verweigern.

Außerdem erteilte das Kabinett dem Obersten Rechnungshof (ORH) offiziell den Auftrag für ein Sondergutachten zu der Affäre. Die ORH-Fachleute sollen bis Ende Januar untersuchen, ob es grundsätzlichen Verbesserungsbedarf in der bayerischen Lebensmittelüberwachung gibt. „Wir werden dann schauen, was man tun muss, um die Dinge vielleicht beim nächsten Mal etwas besser zu machen“, sagte Huber.

Lesen Sie hier: 

Nach Bayern-Ei-Skandal: Tierärzte rebellieren gegen Scharf

„Kabinett der faulen Eier

Rubriklistenbild: © dpa

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