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Der Straubinger Stadtrat hat den Weg für einen Thurn-und-Taxis-Solarpark frei gemacht (Archivbild).

Stadtrat macht Weg für Thurn-und-Taxis-Solarpark frei

Straubing - Nach einem monatelangen Hin und Her hat der Straubinger Stadtrat am Montagabend den Weg für einen geplanten Solarpark des Regensburger Fürstenhauses Thurn und Taxis frei gemacht.

Nach der Entscheidung des Stadtparlaments könnten nun zunächst auf mehr als 60 Hektar Fläche Photovoltaik-Module installiert werden. Dennoch ist es fraglich, ob das Sonnenkraftwerk wirklich gebaut wird. Das Haus Thurn und Taxis hatte bislang bereits mit erheblichen Problemen zu kämpfen.

Ursprünglich sollte das Solarfeld sogar fast 200 Hektar groß werden. Die geschätzten Investitionen hätten sich auf mindestens 150 Millionen Euro belaufen. Der niederbayerische Solarpark wäre damit einer der größten der Welt geworden. Die Kollektoren sollten allerdings auf einer für den Lehmabbau vorgesehenen Fläche gebaut werden. Dies hatte zur Verzögerung des Baus geführt.

Deshalb habe der Stadtrat nun die Projektfläche geteilt und zunächst einmal dem Bau auf einem kleineren Abschnitt zugestimmt, erklärt der Leiter der Straubinger Stadtplanungsamtes, Oliver Vetter-Gindele. Zudem werde die Stadt eine Klage gegen das bayerische Wirtschaftsministerium einreichen. Das Ministerium hatte wegen der Lehmvorkommen seine Zustimmung zur Bebauung der Äcker mit Sonnenmodulen verweigert.

Der Stadtplaner räumte ein, dass möglicherweise trotz des Votums des Kommunalparlaments überhaupt nichts gebaut wird. “Die Wahrscheinlichkeit, dass der Solarpark oder ein Teil davon realisiert wird, die ist schon relativ gering.“ Allerdings sei erst vor wenigen Tagen Gloria von Thurn und Taxis bei Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) gewesen, sagte Vetter-Gindele. Dabei habe sie bekräftigt, dass das Projekt zum Abschluss gebracht werden soll.

lby

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