Städte kämpfen weiter für alte Kfz-Kennzeichen

Schrobenhausen/München - Bayerische Städte kämpfen für die Wiedereinführung ihrer alten Kfz-Kennzeichen. Und das obwohl ein CSU-Veto das verhindern sollte.

Bayerische Städte kämpfen trotz des CSU-Vetos weiter für die Wiedereinführung ihrer alten Kfz-Kennzeichen. Sie verweisen auf eine Bürgerbefragung in 20 Kommunen, die ein eindeutiges Ja für die früheren Nummernschilder ergeben habe. Die Städte begrüßten ausdrücklich die Haltung des Verkehrsministeriums in München, das eine Unterstützung zugesagt habe, teilten 41 bayerische Kommunen am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung in Schrobenhausen mit.

Die Städte möchten, dass auf freiwilliger Basis statt der weiterhin gültigen Landkreiskennzeichen auch wieder die alten Nummernschilder verwendet werden können. Den Kommunen gehe es nicht darum, über die alten Nummernschilder die umstrittene Gebietsreform von 1972 infragezustellen. “Die betroffenen bayerischen Städte stehen zu ihren Landkreisen“, heißt es in der vom Schrobenhausener Bürgermeister Karlheinz Stephan angestoßenen Erklärung. Der Wunsch nach Wiedereinführung der alten Kennzeichen zeige vielmehr die starke Identifikation der Bürger mit ihrer Heimatstadt.

Im Zuge der Gebietsreform hatten Städte wie Wolfratshausen (WOR), Schrobenhausen (SOB), Bad Staffelstein (STE) oder Nördlingen (NÖ) ihre Kennzeichen verloren. Am Mittwoch hatte sich in der CSU-Landtagsfraktion niemand für die alten Nummernschilder stark gemacht. “Das würde zu einem Durcheinander führen“, sagte etwa der frühere Parteichef Erwin Huber. Damit setzt sich die CSU-Fraktion von den Verkehrsministern der Bundesländer ab, die für eine Wiederzulassung der alten Kennzeichen plädieren.

dpa

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