Staranwalt Bossi erhält 5000 Euro Geldstrafe wegen Verleumdung

München/Mühlhausen - Der Münchner Staranwalt Rolf Bossi muss wegen der Verleumdung eines Richters und eines Rechtsanwaltskollegen 5000 Euro zahlen. Das entschied das Amtsgericht Mühlhausen am Dienstag und stellte damit ein Strafverfahren gegen den 85-Jährigen ein.

Bossi hatte zuvor einem Strafbefehl in Höhe von 30 000 Euro widersprochen. In einem Rechtsstreit hatte Bossi Anfang 2008 Juristen aus Mühlhausen unter anderem "Rechtsbeugung" und die "Verfolgung Unschuldiger" vorgeworfen. Diese hatten daraufhin Bossi angezeigt. Bossi wollte damals für seine Mandantin die Wiederaufnahme ihres Verfahrens erreichen. Die Frau war wegen Betrugs verwarnt worden.

Bossi war bei der Verhandlung am Dienstag in Mühlhausen nicht selbst anwesend. Er ließ sich von einem Leipziger Anwalt vertreten. Bossi, der vor allem in den 60er und 70er Jahren für die Übernahme spektakulärer Fälle bekannt wurde und viele Prominente vertrat, hat nach Angaben seines Anwalts zu Beginn dieses Jahres seine Münchner Anwaltskanzlei aufgegeben und lebt nun in der Nähe von Düsseldorf.

dpa

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