Erhebliche Lawinengefahr

Starke Böen am Wochenende - Bayern duckt sich im Wind

München - Stürmisches Wochenende im Freistaat: Starker Wind wird sowohl am Samstag als auch am Sonntag über bayerische Städte und Gemeinden fegen.

+++ Update Sonntag, 8.30 Uhr: Der Lawinenwarndienst Bayern meldet, dass durch den aktuellen Regen bei milden Temperaturen mit Nassschneelawinen zu rechnen ist. In der Nacht zum Sonntag hat es in den Hochlagen zwischen 30 bis 50 Zentimeter geschneit. Der Westwind verfrachtet den Neuschnee. Die Lawinengefahr ist demnach als erheblich einzustufen. In der zweiten Tageshälfte soll der Dauerregen im Westen ausklingen. Die nächsten Tage soll es mild bleiben. Die Lawinengefahrensituation wird sich daher nur langsam entspannen.

+++ Update Sonntag, 8.20 Uhr: Der starke Wind hat eine Fußgängerin aus Weilheim (Oberbayern) am Samstagnachmittag zu Boden gerissen und verletzt. Eine Böe erfasste die 84-Jährige auf dem Gehweg in der Kaltenmoserstraße, berichtet die Polizei. Bei dem Sturz wurde sie nicht unerheblich verletzt und musste anschließend mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus zur Behandlung eingeliefert werden. Laut Deutschem Wetterdienst ist am Sonntag fast überall in Bayern weiterhin mit Unwetter und stürmischen Böen zu rechnen.

In den Alpen und im Alpenvorland sei mit orkanartigen Böen zu rechnen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag mit. Die Böen könnten eine Geschwindigkeit von bis zu 110 Stundenkilometern erreichen. Auch für das flachere Land südlich der Donau kündigte der DWD sturmartige Böen an. Diese könnten gerade in freien Lagen für Schäden sorgen, sagte ein DWD-Sprecher. Für größere Städte sah er die Lage entspannter: „In Städten dürfte der Wind weniger gefährlich werden, weil diese besser abgeschottet sind.“

Am Samstag bestand für die Landkreise Regen, Freyung-Grafenau, Deggendorf, Straubing-Bogen (alle Niederbayern), Cham (Oberpfalz), Oberallgäu (Schwaben) sowie Berchtesgardener Land (Oberbayern) die zweithöchste Unwetterwarnstufe. Zusätzlich zu dem Sturm sollte es noch Dauerregen geben.

Die Polizeipräsidien der besonders betroffenen Regionen meldeten bis zum Samstagmittag lediglich kleinere Sturmschäden. „Bisher ist alles ruhig“, sagte ein Sprecher der Polizei in Oberbayern. „Wir hatten vereinzelt Bäume auf den Straßen, sonst ist bis jetzt nichts passiert“. Neben umgestürzten Bäumen meldeten die Beamten zunächst lediglich einige umgefallene Verkehrsschilder und Bauzäune.

dpa/scw

Rubriklistenbild: © dpa

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