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Groß zugeschlagen: Eine Putzfrau stahl in der Region Starnberg Bargeld und Wertgegenstände im Wert von über 400.000 Euro.

Ihre Opfer hatten ihr vertraut

Putzfrau im Diebes-Rausch: Mehr als drei Jahre Haft

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Eine Putzfrau ging in Starnberg auf großangelegten Raubzug: Sie plünderte Bargeld und Wertgegenstände aus den Häusern ihrer Opfer. Schaden: mehr als 400.000 Euro.

Putzfrau im Diebes-Rausch: Mehr als drei Jahre Haft

Update vom 22. November: Die Putzfrau, die Geld, Schmuck und teure Uhren von Familien im Raum Starnberg geklaut hatte, muss für drei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Die Richter am Landgericht München II verurteilten die Frau am Donnerstag wegen besonders schweren Fällen von Diebstahl. 

Die Staatsanwältin forderte zuvor vier Jahre und sechs Monate Haft, die Verteidigerin der Angeklagten weniger als vier Jahre. Das Gericht rechnete der Frau ihr Geständnis und ihre Kooperation zugute. 

Der Gesamtwert des Schadens lag höher als angenommen: Die Frau stahl Geld und Sachgegenstände im Gesamtwert von über 530 000 Euro.

Original-Meldung: Putzfrau im Diebes-Rausch: Sie stiehlt mehr als 400.000 Euro

München - Wer eine Putzkraft beschäftigt, kennt die Sorge: Was wenn die Person, die unbeaufsichtigt in meinem Haus unterwegs ist, etwas mitgehen lässt? In Starnberg ist jetzt genau das passiert - allerdings in einem größeren Maßstab, als das die meisten je erwartet hätten.

Statt einiger hundert Euro gab eine Putzfrau jetzt zu, Bargeld, Schmuck und andere Luxus-Gegenstände im Wert von über 400.000 Euro geklaut zu haben. Vor dem Landgericht München II räumte sie am Mittwoch die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft grundsätzlich ein. Nur an einige gestohlene Wertsachen, unter anderem mehrere teuere Luxus-Handtaschen, könne sie sich nicht mehr erinnern.

Starnberg: Diebische Putzfrau verschafft sich unter falschem Namen Zugang zu Häusern

Die Angeklagte soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft unter falschem Namen bei Familien in der Region Starnberg als Putzfrau angeheuert haben. Während sie die Häuser putzte, räumte die 39-Jährige im großen Stil Bargeld und Wertgegenstände aus den Häusern: Schmuck, eine Rolex-Uhr, Manschettenknöpfe, Silberbesteck und Handtaschen fielen der Langfinger-Putzfrau zum Opfer. Ihre Arbeitgeber hatten die 39-Jährige über Internetportale wie Ebay Kleinanzeigen gefunden und gebucht.

Diebische Putzfrau ist kein Einzelfall - Online-Portale bieten Schutz

Diebische Putzkräfte gibt es immer wieder. In Taufkirchen war unlängst der Fall eine 58-jährigen Putzfrau bekannt geworden, die über zwei Jahre Bargeld und Schmuck vom verstorbenen Ehemann ihrer 90-jährigen Arbeitgeberin stahl. Die Seniorin kam der Putzfrau mit einem cleveren Trick auf die Schliche.

Allerdings bieten Online-Portale für Putzkräfte auch immer Bewertungs-Möglichkeiten. Wer Putzkräfte mit zufriedenen Kunden anstellt und von Zeit zu Zeit überprüft, ob die Bewertungen auch weiterhin positiv bleiben, sollte klauende Putzkräfte vermeiden können. 

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich an die Polizei wenden. Die Beamten warnen, wenn diebische Putzkräfte ihre Dienste anbieten. In Puchheim verhinderte außerdem die Sparkasse, dass zwei Putzfrauen mit einer gestohlenen EC-Karte 4500 Euro vom Konto einer 91-Jährigen abhoben. Es kommt auch vor, dass Putzkräfte Diebstähle verhindern.

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