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Stop-and-go am Irschenberg: 2016 war ein Stau-Rekordjahr. Allein in Bayern kam es zu 126 000 Meldungen. 

Rekord-Bilanz des ADAC 

Staus in Bayern: Sieben Mal um die Welt

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München - Warten, warten, warten. 2016 warteten die Autofahrer so oft und lange wie nie zuvor. Laut ADAC gab es einen bundesweiten Staurekord, Bayern war besonders betroffen. Die Gründe: Baustellen, Urlauber – und Grenzkontrollen. Eine Bilanz.

Die A 3 ist im Grunde eine ganz angenehme Autobahn. Sie ist über weite Strecken drei- bis vierspurig, verläuft wunderbar gerade und hält sich mit Tempolimits zurück. Auf der A 3, die Bayern von Nordwest nach Südost einmal durchquert, fährt es sich quasi wie von selbst. Also theoretisch.

Praktisch standen die Autofahrer dort im vergangenen Jahr 17 759 Stunden im Stau. Oder in Kilometern: 75 647. Bayernweit war die Autobahn, die im Freistaat von Aschaffenburg bis Passau verläuft, damit die staureichste Strecke, wie der ADAC in seiner Jahresbilanz aufgeschlüsselt hat. Es folgen die A 9 von München nach Nürnberg (55 188 Staukilometer) und die A 8 von München nach Salzburg (36 681 Kilometer).

Auf deutschen Autobahnen gab es laut ADAC im vergangenen Jahr 694 000 Staumeldungen – und damit 20 Prozent mehr als im Vorjahr (568 000). Das staureichste Land war Nordrhein-Westfalen (218 000), Bayern folgt mit 126 000, dritter ist Baden-Württemberg mit gut 75 000. Rechnet man in Kilometern, dann wurde rund ein Fünftel der gesamtdeutschen Staulänge (1 378 000 Kilometer) im Freistaat (293 718 Kilometer) gezählt. „Umgerechnet entspricht das 7,3 Erdumrundungen“, erklärt der ADAC.

Verantwortlich für diese Zahlen sind verschiedene Entwicklungen. Vor allem: Das steigende Verkehrsaufkommen. „Es ist tatsächlich mehr Verkehr auf unseren Straßen als in früheren Jahren“, sagt ADAC-Sprecher Andreas Hölzel. Das gelte sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr. Die Bundesanstalt für Straßenwesen kommt bei der Auswertung der 2016 gefahrenen Straßenkilometer auf ein Plus von 2,5 Prozent.

Außerdem sei Deutschland als Reiseland attraktiver geworden. „Die Leute machen wieder mehr hierzulande Urlaub“, sagte Hölzel. Dafür nutzen sie auch zunehmend das Auto. Laut Hölzel habe die Nutzung um sechs Prozent zugenommen. Mit den Autourlaubern hängt vermutlich auch die Verschiebung der staureichsten Zeiten zusammen. Früher war der Oktober gefürchtet, 2016 zählte der ADAC die meisten Staus im September, Juli und August.

Auch die Vielzahl an Baustellen war für lange Wartezeiten verantwortlich. Hölzel sagte, deutschlandweit habe die Bautätigkeit um rund 15 Prozent zugenommen. Auf der A 3 in Unterfranken blockierten rund 60 Kilometer Baustellen den Verkehr. Auch die 18 Kilometer lange Baustelle zwischen Langenbruck und Allershausen (A 9) trug dazu bei.

Ein bayernspezifisches Problem waren die Grenzkontrollen. Die höchsten Wartezeiten registrierte der ADAC im Sommerreiseverkehr: Am Übergang Walserberg (A 8) etwa mussten Autofahrer am 21. August mit zwei Stunden Wartezeit bei der Einreise rechnen.

2017 wird in punkto Staus nicht viel besser – eher im Gegenteil. Wegen zahlreicher Engpässe im Autobahnnetz und weiterer Steigerungen beim Verkehrsaufkommen rechnet der ADAC auch heuer mit mehr Behinderungen. Autofahrer in Bayern sollten sich schon jetzt den 13. April rot im Kalender markieren – Gründonnerstag. Der ADAC erwartet dann den ersten großen Stautag des Jahres. Auch das letzte Juli-Wochenende sollten Autofahrer lieber meiden.

Mit Material von dpa

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