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Hat im März 2013 einen Unfall im A94-Tunnel bei Ampfing (Kreis Mühldorf) verursacht: Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer (CSU).

Mit Tempo 170 im Tunnel

Raser-Unfall: Strafbefehl für CSU-Abgeordneten

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Mühldorf am Inn - Die Affäre um den Tunnel-Unfall des CSU-Stimmenkönigs Stephan Mayer scheint beendet zu sein: Die Immunität des Abgeordneten wurde aufgehoben, es gibt offenbar einen Strafbefehl.

Wie das Landshuter Wochenblatt berichtet, ist die Raser-Affäre um den Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer (CSU) erledigt, zumindest juristisch. 

Mayer hatte vor fast genau einem Jahr, am 1. März 2013, im A94-Tunnel bei Ampfing (Kreis Mühldorf) einen Unfall verursacht, mit einem Verletzten und extrem überhöhter Geschwindigkeit. Kameraaufnahmen aus dem Tunnel belegen, dass Mayer viel zu schnell unterwegs war - mit etwa 170 Stundenkilometern in einer Tempo-80-Zone. Ein Gutachten belegt, dass Mayer den Pick-Up seines damals 20-jährigen Unfallgegners mit immer noch 120 Stundenkilometern gerammt hat. Jetzt soll der CSU-Abgeordnete eine Geldstrafe von 8000 Euro zahlen und seinen Führerschein für zwei Monate abgeben.

Die Staatsanwaltschaft habe bestätigt, dass der entsprechende Ausschuss Mayers Immunität als Bundestagsabgeordneter aufgehoben habe. Das ermöglichte der Staatsanwaltschaft Traunstein die Strafverfolgung. Wie die Zeitung erfahren haben will, liegt der entsprechende Strafbefehl nun beim Amtsgericht Mühldorf und müsse nur noch erlassen werden. Bei den Details beruft sich das Landshuter Wochenblatt auf eine "gut unterrichtete Quelle".

Die Bilder des Unfalls

A 94: Abgeordneter Mayer kracht offenbar in Pkw

Stephan Mayer hatte bereits kurz nach dem Unfall die Zulässigkeit der Kameraaufnahmen angezweifelt, die letztlich der Beweis für seine Bleifußfahrt sind. Das Wochenblatt zitiert den Abgeordneten in einem Telefonat mit der Redaktion im O-Ton: "Die Scheiß-Kameraaufzeichnung dürften die überhaupt nicht so lange aufheben."

kb

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