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Gräfin von Pfuel mit ihrem Sohn Charly (ganz links) und Tochter Amelie (ganz rechts.): Vor einigen Jahren wurde die damals 7-Jährige von einem Auto angefahren – überlebte aber.

Stephanie von Pfuel in Trauer

Sohn der Kaffee-Gräfin tot: Charly Bagusat wurde am Samstag beigesetzt

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  • Andrea Stinglwagner
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Nach dem tragischen Tod von Sohn „Charly“ der Kaffee-Gräfin Stephanie von Pfuel fand nun seine Beerdigung statt. Im Kreis von Familie und Freunden wurde er beigesetzt.

Update, 7. April 2019: Seit dem 27. März trauert Kaffee-Gräfin Stephanie von Pfuel um ihren ältesten Sohn Karl Bagusat, der von allen nur liebevoll „Charly“ gerufen wurde. Nun, am Samstag, wurde Charly in Burgkirchen am Wald bei Tüßling beigesetzt.

Die Beerdigung fand laut t-online.de im Kreis von Freunden und Familie statt. Um das Grab des jungen Mannes werden zahlreiche Blumenkränze in vielen verschiedenen Farben gelegt. In der Mitte steht ein Porträt von Charly. Der Sohn der Kaffee-Gräfin wurde nur 26 Jahre alt.

Update vom 5. April 2019: Wie die Bunte nun berichtet, wird nach dem schweren Autounfall inzwischen wegen Körperverletzung mit Todesfolge bzw. fahrlässiger Tötung ermittelt. Alkohol bzw. Raserei schließt die Polizei demnach jedoch offenbar aus. Ob der verunglückte „Charly“ zum Unfallzeitpunkt sein Handy bediente, wird nun geprüft. „Diese Frage ist Teil des Ermittlungsverfahrens“, bestätigt eine Polizeisprecherin. 

Kaffee-Gräfin Stephanie von Pfuel schreibt herzergreifende Traueranzeige für ihren Sohn

Update vom 3. April, 18.30 Uhr: Mit einer emotionalen Todesanzeige nehmen Stephanie Gräfin von Pfuel (57), die ganze Familie und auch Freunde Abschied von Karl „Charly“ Bagusat. In der Traueranzeige, die in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschien, heißt es: „Unser unendlich geliebter Charly musste diese Erde so früh verlassen. Er wollte nur die Straße überqueren und ist in der Ewigkeit angekommen. Uns fehlen die Worte für unsere unfassbar tiefe Trauer.“

Der Sohn der Kaffee-Gräfin verstarb am 27. März in der Klinik nach einem Autounfall in der Chausseestraße in Berlin-Mitte. 

Im oberbayerischen Tüßling bei Altötting, der Heimatgemeinde des Verstorbenen, soll er im engsten Kreis beigesetzt werden. 

Gräfin von Pfuel mit ihrem Sohn Charly

Nach Unfalltod: Mitarbeiter verabschieden Sohn der Kaffee-Gräfin emotional

Update vom 02. April 2019, 10.26 Uhr: Nun haben sich auch die Kollegen von Karl „Charly“ Bagusat geäußert. Er war Mitgründer und CPD der Firma PlusPeter GmbH. In einem herzergreifenden Instagram-Posting schreiben sie: „Unser Beileid und unser Mitgefühl gehen an Charlys Familie und an alle, die ihn kannten, schätzten und liebten.“ 

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Am Mittwoch, den 27. März 2019, ist Karl „Charly” Bagusat (Co-Founder und CPO von PlusPeter) an den Folgen eines Verkehrsunfalls gestorben. Unser Beileid und unser Mitgefühl gehen an Charlys Familie und an alle, die ihn kannten, schätzten und liebten. Nichts ist so, wie es vorher war. Mit Charly verlieren wir einen brillanten, warmherzigen und offenen Menschen, dessen Positivität und Begeisterungsfähigkeit ansteckend waren und der uns alle täglich inspiriert und unterstützt hat. Als Firma verlieren wir einen genialen Gründer, Unternehmer und einen der hellsten Köpfe der digitalen Szene. Unser großes Ziel und Motivation ist es daher, jetzt Charlys Vision einer digitalen Lernplattform weiterleben zu lassen. Wir werden Charly nie vergessen.

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Weiter heißt es: „Mit Charly verlieren wir einen brillanten, warmherzigen und offenen Menschen, dessen Positivität und Begeisterungsfähigkeit ansteckend waren und der uns alle täglich inspiriert und unterstützt hat. Als Firma verlieren wir einen genialen Gründer, Unternehmer und einen der hellsten Köpfe der digitalen Szene.“ Auch wenn der Verlust sehr schmerzhaft ist, wird „Charly“, wie sie ihn nannten, weiter die Unternehmenskultur prägen: Wie die Kollegen weiter schreiben, soll „Charlys Vision einer digitalen Lernplattform weiterleben“.

Video: Stephanie von Pfuel verlor schon mal fast ein Kind

Erstmeldung 31. März 2019 Kaffee-Gräfin: Sohn nach Unfall tot – auch Tochter fast verloren

München - Wie viel kann ein Mutterherz verkraften? Nur annähernd lässt sich erahnen, was Stephanie Gräfin von Pfuel, Herrin über Schloss Tüßling im Landkreis Altötting, momentan fühlen muss. Ihr Sohn Karl „Charly“ Bagusat (26), eines ihrer sechs Kinder, ist gestorben. Wie berichtet, erlag er am Mittwoch seinen schweren Verletzungen, nachdem er beim Überqueren einer Straße in Berlin von zwei Fahrzeugen erfasst worden war. Unfassbar tragisch: Ein ähnliches Drama musste die Gräfin schon einmal durchleben – mit ihrer Tochter Amelie (23). Nur ging es da gut aus…


„Er hätte nicht sterben müssen“: Bei einem schweren Unfall nahe Bayreuth ist ein 60-jähriger Mann ums Leben gekommen. Nun hat die Polizei eine tragische Vermutung.

Nach einem Unfall lag ihre Tochter im Koma

In ihrer Autobiografie „Wenn schon, denn schon“, die 2007 erschien, schildert Stephanie von Pfuel (57) über mehrere Seiten „das Schrecklichste, das mir als Mutter widerfahren ist“: der Unfall ihrer Tochter Amelie. Auch sie wurde beim Überqueren einer Straße von einem Auto erfasst, auch sie lag im Koma.

Stephanie Gräfin von Pfuel erinnert sich: „Da lag meine Kleine im Koma, blass und reglos“

Das Mädchen ist damals sieben, geht in die zweite Klasse. Amelie läuft mit einem Schulkameraden von der Schule nach Hause. Es passiert „an der einzigen gefährlichen Kreuzung von Tüßling“: Die kleine Amelie und ihr Freund wollen gemeinsam über die Straße laufen, schreibt von Pfuel: „Er schaffte es, meine Tochter nicht.“ Ein Auto erfasst das Mädchen, reglos liegt es auf der Straße, wird ins Altöttinger Krankenhaus gebracht.

Die Gräfin sitzt derweil gerade bei Star-Friseur Gerhard Meir im 100 Kilometer entfernten München. Sie will sich Strähnchen färben lassen, als sie der Anruf ihrer Sekretärin erreicht. Amelie, ein Unfall, sagt die Frau „mit ungewohnt kleiner Stimme“. Noch mit tropfnassen Haaren eilt Stephanie von Pfuel zum Auto, fährt los. Unterwegs telefoniert sie mehrmals mit dem Chefarzt. Zunächst heißt es: Gehirnerschütterung. Beim nächsten Anruf: Künstliches Koma, das Kind atmet nicht mehr selbstständig. Dann: Schädel-Hirn-Trauma, Intensivstation.

Das kleine Mädchen lag auf der Intensivstation: „Im Koma, blass und reglos“

„Die Fahrt wollte nicht aufhören“, erzählt die Gräfin. „Endlich. Die Intensivstation. Da lag meine Kleine im Koma, blass und reglos.“ Ab da weicht die Mutter nicht mehr von der Seite ihrer Tochter. „Ich hatte schon einige Unfälle bei meinen Kindern erlebt, etliche Kinderkrankheiten mit ihnen durchlitten. Nun erlebte ich eine andere Dimension von Krankheit – lebensbedrohlich, ungewiss.“

Gräfin von Pfuel mit Tochter Amelie.

Stephanie von Pfuel dankbar: Eines Morgens geschieht das Wunder

Die Gräfin schreibt, wie sie irgendwann der Mut verlässt. Als es nicht klappt, das kleine Mädchen aus dem Koma zurückzuholen. Als so viele körperliche und geistige Schäden drohen, falls Amelie überhaupt wieder aufwacht.

Dann aber, eines Morgens, geschieht das Wunder: Eine Hand des Mädchens zuckt! Zwei Tage später hört die Mutter, wie Amelie ein einziges Wort haucht: „Danke.“

Ab da geht es bergauf. Die Siebenjährige wird auf Normalstation verlegt. Ihre Geschwister dürfen zu ihr, die damals dreijährige Milana ruft: „Amelie, du hast ja Kopfweh, ich muss jetzt lieb mit dir sein!“ Und endlich kommt die Kranke zurück in ihr Kinderzimmer im Schloss, darf auch wieder in die Schule. Bis auf eine Migräne wird sie wieder gesund.

Stephanie von Pfuel schrieb: „Das Trauma sitzt tief“

Ihre Mutter aber schreibt in ihrem Buch: „Sowohl die unermessliche Freude über Amelies ersten Händedruck, als auch der Schock werden mich ein Leben lang begleiten. Ich habe nur einen Schatten von dem erlebt, was Eltern widerfahren kann, wenn ihre Kinder nach einem Unfall für immer schwerbehindert sind. Aber das Trauma sitzt dennoch tief. Seitdem ist eine nicht gekannte, unterschwellige Angst in mir, eine Angst, die mir zugleich die Liebe zu meinen Kindern noch stärker bewusst macht.“

Zwölf Jahre später schlägt das Schicksal erneut zu

All dies schrieb Stephanie von Pfuel vor zwölf Jahren. Wie schrecklich muss es gewesen sein, als sie am Mittwoch vor einer Woche die Nachricht erreichte, dass diesmal ihr Sohn Charly beim Überqueren einer Straße einen Unfall hatte und im Koma lag? Wieder eilte die Mutter sofort ins Krankenhaus, diesmal in die Berliner Charité, wich nicht von der Seite ihres Kindes. Karl hat es allerdings nicht geschafft. Es muss seiner Mutter das Herz gebrochen haben.

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Kommentare

TegernseerAntwort
(0)(0)

Auch ich bin für Schließen, allein schon der pietätlosen Kommentare von R.von Bremen und der Augschburgerin wegen.
Alle Kraft der Welt wünsche ich der ganzen Familie von Pfuel/Bagusat und von Michel.
Ein fürchterliches Unglück.

AugschburgerinAntwort
(0)(0)

Doch. Stand mehrfach so geschrieben, dass der Unfall 2007 war.

HofsingldingerAntwort
(0)(0)

2007 ist die Autobiographie der Mutter erschienen. Das Jahr des Unfalls der Tochter geht aus dem Artikel nicht hervor.