Rostschutz als Diesel verkauft - Betrüger geschnappt

München - Über ein halbes Jahr lang haben Betrüger Rostschutzmittel als Dieselkraftstoff verkauft. Jetzt kam ihnen der Zoll auf die Schliche. Wie die Betrüger das anstellten:

Den Verdächtigen wird vorgeworfen, dass sie sogenannten „RUST-Cleaner“ (Rostschutzmittel) in Osteuropa herstellen haben lassen, diesen in Deutschland zwischenlagerten und später in Österreich als Dieselkraftstoff verkauften.

In Zusammenarbeit mit österreichischen Kollegen stellte das Zollamt München fest, dass von Juni bis Dezember 2011 in mindestens 200 Fällen rund 6 000 000 Liter „RUST-Cleaner“ von Deutschland nach Österreich geliefert wurden und dort als Kraftstoff weiterverkauft wurden.

Somit hinterzogen die Verdächtigen mindestens 2 500 000 Euro an Energiesteuer in Deutschland und 2 200 000 Euro Mineralölsteuer in Österreich.

Auch in Österreich waren 35 Beamte im Einsatz, durchsuchten Wohn- und Geschäftsräumen und nahmen weitere vier Tatverdächtige fest. Der Betrug flog auf, nachdem bei einem Tanklastzug bei einer Kontrolle Unregelmäßigkeiten mit den Frachtpapieren festgestellt wurden.

Nach ersten Ermittlungen steht fest, dass die Verdächtigen das Rostschutzmittel in Osteuropa herstellen ließen, nach Oberbayern transportierten und dort in einem Tanklager zwischenlagerten.

Bei der Herstellung wurden Abweichungen in der chemischen Zusammensetzung des Rostschutzmittels gegenüber regulärem Dieselkraftstoff berücksichtigt, um nicht am überwachungspflichtigen Transportverkehr teilnehmen zu müssen.

In Deutschland wurde der „Rust-Cleaner“ vom Tanklager in Lastwagen gepumt und als Diesel deklariert. Tanklaster transportierten diesen zu Tankstellen im grenznahen Raum Österreichs wo die Abgabe als Kraftstoff zu den dort üblichen Preisen erfolgte.

mm

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