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Marcus von Anhalt ist wegen Steuerhinterziehung angeklagt.

Prozess gegen Bordellkönig

Prinz Marcus von Anhalt vor Gericht

Augsburg - Ferraris, Porsches, ein Lamborghini: Marcus von Anhalt hat ein Faible für schnelle und teure Autos. Das brachte ihn jetzt wegen Steuerhinterziehung vor Gericht.

Marcus von Anhalt lebt gerne in Saus und Braus: Das Luxusleben gefällt dem 47-jährigen, der sich 2006 von Frédéric Prinz von Anhalt adoptieren ließ, damit er den Adelstitel führen darf. Mit über 20 Bordellen und Nachtsclubs gehört Marcus von Anhalt zu den wichtigsten Größen im deutschen Rotlichtmilieu.

Seit Mittwoch steht er wegen Steuerhinterziehung vor Gericht. Er soll seine vielen Luxuswagen als Firmenwagen von der Steuer abgesetzt haben. Werden alle Verdachtsfälle von Hinterziehung zusammengerechnet, soll der selbst ernannte „Prinz Germany“ insgesamt über 1,5 Millionen Euro am deutschen Fiskus vorbeigeschwindelt haben, so die Anklage.

Der 47-Jährige kam mit Sonnenbrille und glitzerndem Strass-Totenkopf auf dem Jackett ins Gericht. Er bat darum, bei der Auflistung seines Vermögens keine Sportwagen zu vergessen. Ihm sei es wichtig, dass alle seine „Betriebswagen“ auch berücksichtigt werden.

Wenn er mit seinen Ferraris, Porsches und dem Lamborghini herumgefahren ist, soll das alles nur Werbung in eigener Sache und für seine Firmen gewesen sein - also hat er sie auch als Firmenwagen von der Steuer abgesetzt

Im Falle einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung drohen dem schon vorbestraften Nachtclubbesitzer laut Anklage bis zu fünf Jahre Haft.

dpa

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