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Die Titanwurz wird bis zu drei Metern hoch.

Sie riecht nach Verwesung

Stinkende Titanwurz blüht schon wieder

Bayreuth - Ihre faszinierende Blütenpracht sondern eine Art Verwesungsgeruch ab: In Bayreuth steht eine erneute Blüte der Titanwurz bevor - und das in Rekordzeit.

Erst im vergangenen August war die riesige Pflanze im Ökologisch-Botanischen Garten der Universität erblüht und hatte 12 000 Schaulustige angelockt. Dass sich das Spektakel nun bereits nach zehn Monaten wiederholt, ist nach Angaben der Universität ein Rekord: „Normalerweise dauert es Jahre, bis diese ungewöhnliche Pflanze imstande ist, nach einer Blüte erneut zu blühen“, teilte Gregor Aas, Direktor des Gartens, mit. Der bislang kürzeste Abstand zwischen zwei Blüten sei18 Monate gewesen und sei in Basel beobachtet worden.

Zwischen Donnerstag (4. Juni) und Dienstag nächster Woche (9. Juni) wird das Erblühen der Pflanze erwartet - ein konkreterer Termin zeichnete sich bislang noch nicht ab. Das Naturschauspiel dauert nur wenige Stunden. Besucher des Ökologisch-Botanischen Gartens müssen sich dann auch auf üblen Geruch einstellen, den das Gewächs verströmt.

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Die von der indonesischen Insel Sumatra stammende Titanwurz (Amorphophallus titanum) kann bis zu drei Meter hoch werden. Während der Blüte sondert sie den intensiven Geruch ab, um Insekten für die Bestäubung anzulocken.

Entdeckt wurde das Tropengewächs 1878 vom Botaniker Odoardo Beccari. Außerhalb Sumatras wurden nach Angaben der Uni erst rund 120 Titanwurz-Blüten gezählt. Um die Blüte zu produzieren, braucht die Regenwaldpflanze viel Energie. Die Titanwurz besteht aus einer riesigen unterirdischen Knolle, die regelmäßig ein einziges, großes Blatt bildet. Um einen gelb-grünen Blütenstab kräuselt sich das braun-violette Blütenblatt, das einem Plissee-Rock ähnelt.

dpa

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