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Ein Storch behütet im Vogelpark Walsrode den Nachwuchs.

Störche fühlen sich in Bayern wohl

Hilpoltstein - Die Störche fühlen sich wieder wohl in Bayern. Immerhin 240 Storchenpaare haben sich 2011 im Freistaat niedergelassen. Und den Tieren geht es immer besser.

Wurde Ende der 1980er Jahre noch ein Negativrekord von 57 Storchenpaaren vermeldet, so ließen sich heuer rund 240 Storchenpaare im Freistaat nieder, wie der Landesbund für Vogelschutz (LBV) ermittelt hat. Im Vorjahr zählte der Verband 221 Paare. Und einige Störche würden inzwischen sogar im Freistaat überwintern, sagte Anne Schneider vom Artenschutzreferat des LBV im mittelfränkischen Hilpoltstein. Die milderen Winter änderten die Gewohnheiten der Tiere. “Früher flogen die meisten Störche bis nach Ostafrika. Heute genügt ihnen Spanien oder sie bleiben sogar in Bayern.“ Zieht es Störche doch nach Süden, so brechen die ersten Mitte August auf.

Die Vogelschützer rufen jedes Jahr Naturfreunde auf, die Position von Storchennestern und die Anzahl ihrer Bewohner zu melden. Daraus entsteht auf der Internetseite des LBV eine Karte. Bei Störchen beliebt ist vor allem die Nähe zu Flussufern, so gibt es besonders viele Tiere an Altmühl, Wörnitz, Aisch und Regnitz. In diesen Flusstälern gebe es große Wiesenflächen, die Tiere hätten viel Platz und fänden genügend Nahrung, sagte Schneider.

Und den Tieren geht es immer besser: In den 1980er Jahren stand der Weißstorch noch als bedrohte Tierart auf der Roten Liste. Damals habe man Maßnahmen ergriffen und die Tiere in Deutschland aufgezogen und überwintert. Auch das sei ein Grund, weshalb sich manche Tiere und ihre Nachkommen an den Winter in Deutschland gewohnt hätten, erläuterte Schneider. Dadurch habe sich ihre Population deutlich erholt und es gebe jedes Jahr mehr Tiere.

Nach dem Winter kehren die Vögel aus dem sonnigen Süden wieder in ihre alte Heimat zurück. “Die Tiere sind dem Horst treuer als dem Partner“, sagte die Storchen-Expertin. Von Ende März an kehren die ausgeflogenen Tiere wieder zurück nach Bayern.

dpa

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