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Gegen die Frau des mutmaßlichen Augsburger Polizistenmörders wurde Strafbefehl erlassen. 

Polizistenmord

Strafbefehl wegen Hehlerei und Geldwäsche

Augsburg - Gegen die Frau des 59-jährigen mutmaßlichen Augsburger Polizistenmörders hat das Amtsgericht wegen Hehlerei und Geldwäsche einen Strafbefehl erlassen.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden bei der 58-Jährigen vor einem Jahr 2350 Euro gefunden. Das Geld soll aus einem Raubüberfall ihres Mannes stammen, sagte ein Augsburger Gerichtssprecher am Montag und bestätigte einen Bericht der „Bild“-Zeitung (Samstag). Dem Mann und seinem 57-jährigen Bruder wird vorgeworfen, im Oktober 2011 den Polizisten Mathias Vieth (41) erschossen und dessen Kollegin verletzt zu haben. Sie sollen außerdem mehrere Raubüberfälle begangen haben.

Die Frau soll gewusst haben, dass die 2350 Euro aus einem Überfall stammten, sagte der Gerichtssprecher. Sie habe gegen den Strafbefehl Einspruch eingelegt. Der Fall wird erst verhandelt, wenn der Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Polizistenmörder abgeschlossen ist. „Ich terminiere das, sobald sie fertig sind“, sagte der Sprecher, der auch Richter am Amtsgericht ist. Der Prozess gegen das Brüderpaar beginnt voraussichtlich am 21. Februar vor dem Augsburger Landgericht. Er könnte sich über Monate hinziehen, da mehr als 200 Zeugen befragt werden sollen.

Im Juni war bereits die Tochter des 59-Jährigen wegen mehrerer Delikte wie unerlaubten Waffenbesitzes zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das Augsburger Amtsgericht sah es als erwiesen an, dass sie seit 2004 zwei Kisten mit Waffen und Geld für ihren Vater in ihrem Keller deponiert hatte.

dpa

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