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Ende November stand das Straubinger Rathaus in Flammen. 

Interview mit dem Rathaussprecher

Vier Wochen nach dem Rathausbrand: Straubinger denken positiv

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Straubing - Vier Wochen nach dem Rathausbrand in Straubing ist das große Aufräumen vorbei. Normalität ist noch lange nicht eingekehrt.

Genau vier Wochen ist es her, dass das historische Straubinger Rathaus in Flammen stand. Der Schaden ist enorm. Es wird noch lange dauern, bis wieder Normalität einkehrt, sagt der Rathaussprecher Johannes Burgmayer. Trotzdem schaffen es die Straubinger, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Die Adventszeit ist dieses Jahr in Straubing etwas anders verlaufen. Haben Sie es trotz des Brandes geschafft, im Rathaus Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen?

Das Feuer hat unsere Vorweihnachtszeit natürlich sehr beeinträchtigt. Nicht nur die Stadtverwaltung, die ganze Stadt ist davon tief getroffen. Wir versuchen trotzdem, positiv in die Zukunft zu schauen. Langsam kommen wir auch im Rathaus in Weihnachtsstimmung. Auch ohne Christbaum – der hätte im Rathaussaal gestanden.

Was ist seit dem Feuer passiert?

Johannes Burgmayer, Rathaussprecher in Straubing.

Zuerst ging es vor allem darum, das Gebäude zu sichern und die Brandabfälle aufzuräumen. Seit gestern haben wir ein Notdach über dem Sitzungssaal und dem historischen Rathaussaal. Die direkt betroffenen Büros und Diensträume sind inzwischen leergeräumt. In den nächsten Tagen ist noch eine Entkeimung der Raumluft geplant.

Können Sie inzwischen schon schätzen, wie hoch der Schaden ist?

Nein, noch nicht. Die Versicherung hat uns signalisiert, dass die Ermittlungen noch eine ganze Weile dauern werden. Auch zur Brandursache liegen uns noch keine neuen Erkenntnisse vor.

Was ist größte Verlust?

Der historische Rathaussaal. Büroräume lassen sich wieder aufbauen, die historischen Räume nicht. Der Rathaussaal war für die Stadt ein Symbol, das ist ein schmerzlicher Verlust. Trotzdem denken wir positiv. Es ist ein großer Erfolg, dass wir die Fassade halten konnten. Dadurch kann das äußere Erscheinungsbild unseres Rathauses weitgehend erhalten bleiben.

Unmittelbar nach dem Feuer war die Solidarität sehr groß. Wie sehr ist der Brand jetzt noch Thema in der Stadt?

Er ist noch ein großes Thema. Die Anteilnahme und der Wunsch zu helfen, sind noch immer sehr groß. Einige Benefizaktionen laufen bereits, zum Beispiel eine Konzertreihe, deren Erlös für die technische Ausstattung des Rathaussaales verwendet wird. Ende Januar findet außerdem ein Benefizkonzert des bekannten Baritonsängers Christian Gerhaher statt. Er ist ein gebürtiger Straubinger und hat spontan seine Unterstützung angeboten. Bis zur Normalität ist es natürlich noch ein weiter Weg. Es wird Monate, wahrscheinlich sogar Jahre dauern, bis alles wieder in Stand gesetzt ist.

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