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Rudolf Petrul (kleines Bild) und der Mann, der das Verbrechen an Petrul lösen könnte.

Straubing: Drei Festnahmen nach „Aktenzeichen XY“

Straubing - „Aktenzeichen XY“ hat am Mittwoch das Bild eines gesuchten Verbrechers gezeigt - kaum war die Sendung vorbei, klickten die Handschellen. Die Festgenommenen könnten die Lösung im Straubinger Fall Petrul bringen.

Nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" hat die Kripo in Niederbayern drei Verdächtige in einem möglichen Mordfall festgenommen. Die Fahndung im Fall eines vermissten Straubingers war erst wenige Stunden vor der Ausstrahlung der Live-Sendung am Mittwochabend in das Programm genommen worden.

Die Straubinger Kripo berichtete am Donnerstag, dass es durch die Fernsehfahndung 15 Hinweise von Zuschauern gegeben habe. In der Sendung wurde das Foto einer Überwachungskamera aus dem böhmischen Domazlice gezeigt. Dort hatte ein Mann versucht, mit der EC-Karte des vor eineinhalb Monaten verschwundenen 78-Jährigen Geld abzuheben. Der unbekannte Benutzer des Geldautomaten wurde von drei TV-Zuschauern erkannt, so dass der 44-Jährige bereits kurz nach der Sendung in Straubing in seiner Wohnung festgenommen werden konnte.

Bei der Vernehmung des Verdächtigen kamen die Ermittler auf die Spur zwei weiterer Männer. Die 38 und 57 Jahre alten Männer, die ebenfalls aus Straubing stammen, wurden dann im Laufe des Donnerstags ebenfalls gefasst. Der 57-Jährige war bereits früher im Visier der Ermittler, weil er in die Wohnung des mutmaßlichen Opfers eingebrochen sein soll. Nach einer Reise wurde er deswegen bereits einmal am Münchner Flughafen festgenommen, damals aber dann wieder laufengelassen.

Aufgrund der neuen Erkenntnisse soll nun gegen den 57-Jährigen Haftbefehl wegen eines Tötungsdelikts beantragt werden. Der Verdächtige hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Die beiden jüngeren Männer geben an, dass sie von dem 57-Jährigen die Bankkarte des Vermissten erhalten hätten und damit in Tschechien Geld abheben sollten.

Wegen den merkwürdigen Verschwindens des Rentners hatte die Polizei eine Sonderkommission gegründet. Der 78-Jährige war zuletzt am 9. Mai auf einem Straubinger Flohmarkt gesehen worden, sein Auto wurde Wochen später auf einem Parkplatz der niederbayerischen Stadt entdeckt. Was letztlich mit dem Mann geschah und wo sich eventuell seine Leiche befindet, ist bislang noch völlig unklar.

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