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Jäger schießt aus Versehen auf Pendlerzug - Kugel verfehlte Passagiere nur knapp

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Von: Johannes Welte

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Zugreisende befanden sich in der Nähe, als die Kugel einschlug
Durch diese Scheibe drang das Projektil des Jägers © agilis Eisenbahngesellschaft mbH & Co. KG

Alptraum für Pendler: Während der Fahrt von Regensburg nach Passau schlug östlich von Straubing eine Gewehrkugel durch die Scheibe einer voll besetzten Regionalbahn. Gott sei Dank befand sich gerade niemand in der Flugbahn des Projektils.

Ein Alstom Coradia Continental-Zug der Agilis im Ingolstädter Hauptbahnhof
Das Projektil durchschlug die Scheibe eines Nahverkehrszuges des Regensburger privaten Betreibers Agilis © Wikipedia/Hoff1980

Ein Jäger hat bei der Jagd versehentlich einen Personenzug bei Straubing zischen Eglsee und der B20 beschossen. Der Waggon war besetzt, es wurde aber niemand getroffen. Das Projektil durchschlug eine Scheibe des Zuges und blieb in einer Zugwand stecken. 

Der Jäger hielt sich laut Polizei am Freitag in Nähe des Gleises der Strecke Straubing-Plattling auf, als der Zug dort vorbeifuhr. Untersuchungen des Landeskriminalamts hätten mittlerweile den Verdacht bestätigt, hieß es. Das Projektil im Zug und das Jagdgewehr des Waidmanns passten zusammen. Gegen den Jäger wird nun ermittelt.

Der Jäger hatte laut BR mehrere Schüsse in der Nähe des Gleises abgegeben. wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Außerdem wurde die Stadt Straubing als zuständige Jagdbehörde informiert.  Der Schaden dürfte bei mehr als 10000 Euro liegen. Ob der Jäger überhaupt bemerkt hatte, dass sein Schuss einen Zug traf, ist unklar.

Augenzeugin: Kugel verfehlte mich knapp

Eine Augenzeugin schildert gegenüber Bild, wie sie den Schuss erlebt hat: „Ich war auf dem Weg nach Hause und gerade eingenickt, als ich plötzlich einen dumpfen Aufprall hörte“. Die Kugel sei einen halben Meter vor ihr gelandet. Etwa einen halben Meter vor ihr sei das messingfarbene Projektil gelandet. „Ich habe es aufgehoben, es war noch heiß.“

Die Kugel habe ihren Kopf und andere Personen nur knapp verfehlt. „Der Zug war voll, überall standen und saßen Leute. Wir hatten einen riesigen Schutzengel“, so die Frau weiter.

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