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Busse stehen am Samstag auf dem Bahnhofsvorplatz von Nürnberg bereit für den Schienenersatzverkehr zwischen Nürnberg und Bamberg wegen einer Sperrung der ICE-Bahnstrecke zwischen Forchheim und Bamberg.

Streckensperrung zwingt Bahnreisende zum Umsteigen

Nürnberg/Bamberg - Bahnreisende von München nach Berlin müssen sich seit Samstag auf längere Reisezeiten oder ein Umsteigen auf langsamere Busse ab Nürnberg einstellen.

Grund ist die Vollsperrung der Bahnlinie Bamberg-Forchheim wegen Bauarbeiten für die neue S-Bahn-Linie Nürnberg-Forchheim-Bamberg. Die Vollsperrung ist pünktlich zum Auftakt der bayerischen Schulferien gestartet und soll mit dem Ende der Sommerferien wieder aufgehoben werden. Tag eins der sechswöchigen Vollsperrung sowie des Ersatzverkehrs ist nach Angaben des Bahnpersonals ruhig und problemlos gestartet. Größerer Andrang werde allerdings an den Werktagen erwartet. Die Bahn geht von 22.000 Fahrgästen aus, die dann mit den Bussen befördert werden müssen.

Bei den Passagieren, die ab Nürnberg Hauptbahnhof zum Umsteigen auf Busse gezwungen waren oder eine Umleitung des ICEs über Würzburg, Fulda, Erfurt und damit eine 65 Minuten längere Fahrtzeit in Kauf nehmen mussten, regte sich am Samstag leichter Unmut über die Behinderungen. Bahnpassagier Benedikt Hummel etwa, der bereits eine mehr als 24-stündige Reise von Bangkok über Abu Dhabi hinter sich hatte und auf dem Weg nach Bamberg war, sagte: “Ich habe mich nach Thailand gefreut, dass in Deutschland wieder alles perfekt funktioniert. Mit der Bahn habe ich allerdings nicht gerechnet.“

Zusätzlich zur Vollsperrung zwischen Bamberg und Forchheim erschwerte der Ausfall der Regionalbahn von Nürnberg nach Forchheim wegen Gleisarbeiten am Samstagmorgen den Reisenden das Fortkommen. Um die Behinderungen für ihre Fahrgäste möglichst gering zu halten, hat die Bahn die Bauarbeiten an der neuen S-Bahn-Linie absichtlich in die Sommerferien verlegt, da dann deutlich weniger Schüler und Berufspendler unterwegs seien, wie ein Sprecher der Bahn mitteilte.

dpa

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