Arbeitskampf geht weiter

Millionen Briefe bleiben liegen: Post streikt am Dienstag

München - Allein in Bayern will die Deutsche Post in den nächsten Tagen mehr als 200 Betriebsstätten bestreiken. Betroffen sind neben München auch Augsburg, Nürnberg und Bayreuth. Wie lang der Ausstand dauert, ist noch unklar.

Ergebnislos sind die Tarifverhandlungen zur Arbeitszeit zwischen Verdi und der Deutschen Post bislang verlaufen, die Tarifkommission von Verdi hat das Arbeitsangebot einstimmig abgelehnt. Die logische Konsequenz sei deswegen, dass "die Streiks wieder aufgenommen und massiv ausgeweitet werden", sagte Anton Hirtreiter von Verdi Bayern am Dienstag.

Allein in Bayern sollen in den nächsten Tagen mehr als 200 Betriebsstätten die Arbeit niederlegen. Hirtreiter schloss zunächst nicht aus, dass die Streiks bis kurz vor Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen dauern - das ist am 20. Mai der Fall.

Hirtreiter bezeichnete das Angebot, das die Deutsche Post am Samstag vorgelegt hat, als "völlig inakzeptabel". Die Gewerkschaft fordert eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich, um den von der Deutschen Post begangenen Vertragsbruch zum Schutz vor Fremdvergabe zu kompensieren.

Allein durch den Streik am Dienstag, 12. Mai, würden Millionen von Briefsendungen nicht bearbeitet, prognostizierte Anton Hirtreiter.

pak

Rubriklistenbild: © dpa

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