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Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly.

Streit um Bayern-Airport

München – Die Oppositions-Pläne zum Flughafen-Verbund sorgen für Ärger. Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) stellt sich strikt gegen das Vorhaben, weniger beliebte Flüge auf den defizitären Flughafen Nürnberg zu verlagern.

Man wolle „nicht die verlängerte Werkbank für München“ werden, sagte Maly unserer Zeitung: „Für uns wäre es kein Geschäftsmodell, hier nachts die weniger rentablen Charterflieger aus München starten zu lassen.“

Freie Wähler und Grüne fordern einen engen Verbund der beiden bayerischen Flughäfen, um Nürnberg aus den roten Zahlen zu hieven – acht Millionen Euro Verlust in 2011 – und auf die dritte Startbahn in München verzichten zu können. Man könne einen Teil der Ferien- und Frachtflüge verlegen, forderte der FW-Politiker Peter Bauer am Donnerstag am Rande der Fraktionsklausur in Ingolstadt. Nur eine enge Kooperation könne dem Nürnberger Airport nach „klaren Managementfehlern“ wieder eine Perspektive geben.

Der Grünen-Verkehrspolitiker Thomas Mütze hatte jüngst eine „Flughafen Bayern GmbH“ verlangt, in der Freistaat, Bund und die Städte München und Nürnberg als Gesellschafter fungieren. „Wir brauchen endlich ein schlüssiges Luftverkehrskonzept für ganz Bayern“, sagte Mütze. Es sei absurd, Nürnbergs Airport mit Millionen zu stützen und gleichzeitig München auszubauen.

Maly hält den Zusammenhang mit der dritten Startbahn indes für konstruiert. „Letztlich müssen die Münchner selbst entscheiden, ob sie das Ding wollen.“

cd

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