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Das Streitobjekt: ein sehr buntes Haus.

Streit um buntes Haus endet wohl vor Gericht

Regensburg - Der Streit um ein buntes Wohn- und Geschäftshaus in Regensburg wird wohl vor Gericht entschieden.

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Haus zu bunt: Mann muss neu streichen

Die Stadtverwaltung verlangt weiterhin, dass das erst vor wenigen Monaten mit vielen großen, gelben, grünen, blauen und roten Klecksen neu gestaltete Gebäude wieder einheitlich gestrichen wird. Nach einer Sitzung des Gestaltungsbeirates der Stadt am Donnerstag sagte Baureferentin Christine Schimpfermann, dass die Stadt rechtliche Schritte gegen den Eigentümer des mehrstöckigen Hauses prüfen werde.

Bilder von dem bunten Haus

Haus zu bunt: Mann muss neu streichen

Eigentümer Franz Rebl kündigte ebenfalls eine Klage vor dem Verwaltungsgericht an. Er sieht keinen Grund, das Haus schon wieder neu zu streichen. Über das Haus wird seit Wochen in Regensburg heftig diskutiert, die meisten Bürger sehen die neue Gestaltung positiv.

Der aus fünf Architekten bestehende Gestaltungsbeirat stärkte der Stadt den Rücken. Der Vorsitzende des Expertengremiums, der Züricher Professor Carl Fingerhuth, machte klar, dass kein Präzedenzfall geschaffen werden sollte. Fingerhuth sieht das Haus aufgrund der intensiven Farben als eine Art "optische Lärmbelästigung" an.

Grundsätzlich ist für einen Hausanstrich keine Erlaubnis nötig. Die Kommune argumentiert aber, dass Rebl das Gebäude nur zur Öffentlichkeitsarbeit für seinen Malerbetrieb nutze. "Wir sehen es als Gesamtwerbeanlage", betonte Schimpfermann - und für solche Werbung in der Stadt sei eine Genehmigung nötig. Rebl verweist darauf, dass ein Künstler das Design gestaltet habe und es sich damit um ein Kunstwerk handele. "Es ist keinerlei Werbeanlage." Nirgends stehe der Schriftzug seines Unternehmens auf der Fassade.

Der Eigentümer verweist darauf, dass bei mehreren Umfragen sich die Menschen zu mehr als 90 Prozent positiv über das Haus geäußert hätten. Die Anwohner in der Nachbarschaft hätten sogar rund 1000 Unterschriften für die neue Gestaltung gesammelt.

dpa

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