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Das Interconti Hotel am Obersalzberg in Berchtesgaden fährt Millionen-Verluste ein.

Streit um Luxushotel auf dem Obersalzberg

Berchtesgaden - Das Fünf-Sterne-Luxushotel Interconti auf dem Obersalzberg fährt Millionen-Verluste ein. Eine Kontrollkommission informierte sich und bleibt kritisch.

Die Kontrollkommission des Landtags für die Bayerische Landesbank hat das Interconti-Hotel auf dem Obersalzberg besucht. Einen Sinneswandel bei den Gegnern des staatlichen Betreibermodells hat der Ortstermin nicht hervorgerufen.

Bilder vom Luxushotel auf dem Obersalzberg

Das Luxus-Hotel am Obersalzberg

Malerisch ist das Luxusresort gelegen, doch die Mitglieder der Kommission dürften bei ihrem Besuch andere Dinge im Blick gehabt haben. Nach einem Besuch der Dokumentationsstelle Obersalzberg, die hoch gelobt wurde, und einer Führung durch das Interconti diskutierte die Kommission über die Zukunft des Hotels. Das Interconti Resort auf Hitlers Lieblingsberg fährt wie berichtet Millionen-Verluste ein. Gerade stehen muss dafür die Landesbank als Eigentümer der Betreibergesellschaft.

Der Vorsitzende der Kommission, Ernst Weidenbusch (CSU), sprach sich weiterhin dafür aus, dass das Gelände – und damit auch das Hotel – „unter der Kontrolle des Staates bleibt“. Das Dokumentationszentrum mit 160.000 Besuchern im Jahr sei „ein Highlight“. Mit dem Hotel sollte es in Zukunft besser verknüpft werden.

Angetan von der geschichtlichen Aufbereitung zeigte sich auch die SPD-Landtagsabgeordnete Inge Aures. Ihre Meinung in Bezug auf das Interconti hat sich nach dem Besuch allerdings nicht geändert. „Ein Hotel ist kein Kerngeschäft einer Bank.“ Auf Dauer könne es kein Zustand sein, dass der bayerische Steuerzahler für das Minus aufkommt. Ähnlich sieht das auch Eike Hallitzky von den Grünen. „Der Staat darf nicht der Alleineigentümer bleiben.“

Dass Neonazis sich nicht auf dem Gelände einkaufen dürfen, könne man seiner Meinung nach durch Verträge regeln. Auch Bernhard Pohl (Freie Wähler) ist nicht ersichtlich geworden, warum man damals ein Fünf-Sterne-Hotel habe bauen müssen. Einige Fragen seien nach wie vor offen. Pohl: „Wie die sensationellen Abschreibungen von 50 Prozent zustande kommen, muss noch erläutert werden.“

mei

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