Konzept vorgestellt

Streit über G8/G9 voll entbrannt

München - Das ging schnell: In der Debatte über das G9 hat es am Donnerstag ein Spitzentreffen gegeben. Erst am Donnerstag hatte der Bayerische Philologenverband sein Gymnasiums-Konzept vorgelegt.

Bereits einen Tag nach der Vorstellung des Gymnasiums-Konzepts des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) hat es ein erstes Spitzentreffen der bpv-Vorstands mit der Staatsregierung gegeben. Bei dem Gespräch in der Staatskanzlei habe Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die Eckpunkte der Gymnasiallehrer als „gute Grundlage für weitere Diskussionen“ bezeichnet, sagte der bpv-Vorsitzende Max Schmidt nach dem Treffen am Donnerstagabend.

Schmidt und Seehofer hatten bereits zuvor angekündigt, eine breit angelegte Debatte über die Zukunft des Gymnasiums führen zu wollen.

Kürzung der Lehrplaninhalte gefordert

Und die Debatte tobt bereits: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft bezeichnete das achtjährige Gymnasium als „endgültig gescheitert“. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband begrüßte den von den Philologen vorgeschlagenen Weg zurück zum neunjährigen Gymnasium, forderte aber auch eine Kürzung der Lehrplaninhalte und eine Überarbeitung der Stundentafel. Die CSU-Studentenorganisation RCDS warnte dagegen vor einer „Rolle rückwärts“ zum G9.

Der bpv hatte am Mittwoch seine Eckpunkte für ein „neues neunjähriges Gymnasium“ vorgestellt. Er schlägt vor, die Gymnasialzeit grundsätzlich wieder auf neun Jahre zu verlängern. Besonders leistungsfähige Schüler sollen das Gymnasium aber wie bisher in acht Jahren durchlaufen können.

dpa

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