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Thomas Goppel

Streit um Abriss: Landshut sauer auf Goppel

Landshut – Die Stadt Landshut fordert, dass sich der Vorsitzendes Landesdenkmalrats, Thomas Goppel, beim Stadtrat und einem Bauinvestor öffentlich entschuldigt.

Grund ist ein Streit über den geplanten Abriss eines historischen Gebäudes, des seit langem leer stehenden und stark baufälligen Moserbräus in der Landshuter Altstadt. Die Substanz des Hauses stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Es ist in Privatbesitz, wobei der Eigentümer für den Abriss ist. Auch der Stadtrat hatte sich für den Abriss des Hauses am Fuße der Burg ausgesprochen.

Denkmalschützer sind darüber aber entsetzt. Die Regierung von Niederbayern hat den Abriss vorerst ausgesetzt. Es steht der Vorwurf im Raum, dass der Stadtrat seine Kompetenzen überschritt und den Abriss beschloss, obwohl nur die Vorstellung eines Gutachtens auf der Tagesordnung stand. Die Prüfung des Sachverhalts könne Wochen dauern, heißt es.

Goppel, der auch CSU-Landtagsabgeordneter ist, hatte sich mit deutlichen Worten gegen den Abriss ausgesprochen. „Der Diebstahl Landshuter Gedächtnisstützen lässt niemanden kalt.“

Es sei wichtig, auch „reparaturbedürftige Stadtkerne“ zu erhalten. Goppel vermutet, es sei „vordergründige Kungelei“ im Spiel, weil der Stadtrat rechtliche Vorgaben ignoriert habe. Noch könne „in letzter Minute“ etwas korrigiert werden.

Das Landshuter Rathaus weist den Vorwurf der „Kungelei“ vehement zurück und wirft Goppel vor, die Bemühung der Stadt um den Erhalt anderer Denkmäler zu ignorieren. Beim Moserbräu könne der Stadtrat „nicht aus dem Elfenbeinturm mancher Fachgremien“ urteilen. 

mm

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