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Den 26-Jährigen erwarten bis zu zehn Jahre Haft.

Er machte Dekoknarren scharf

Student gesteht europaweiten Waffenverkauf

Schweinfurt - Ein Mechatronik-Student aus Unterfranken hat zugegeben, fast zwei Jahre lang Dekowaffen zu funktionsfähigen Waffen umgebaut und europaweit verkauft zu haben.

„Es war auch ein Nervenkitzel dabei und ein angenehmer Ausgleich zum Lernen“, sagte der 26-Jährige am Donnerstag zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Schweinfurt. Der Anklage zufolge hatte der Mann seit 2013 Waffen im Wert von rund 20 000 Euro gebaut und über das Internet verkauft.

Die meisten Aufträge habe er aus Großbritannien erhalten, sagte der Angeklagte. Die Engländer hätten auch am besten gezahlt - bis zu 2500 Euro für eine Maschinenpistole. Außerdem verkaufte er mehrere tausend Schuss Munition. Häufig ließ er sich mit Bitcoins bezahlen, einer im Internet genutzten, digitalen Währung.

Vor einem Jahr war der Angeklagte in der Fachhochschule in Schweinfurt bei einem spektakulären Einsatz von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei festgenommen worden. Der Angeklagte muss sich wegen des Verstoßes gegen das Waffen- und das Kriegswaffenkontrollgesetz in 20 Fällen vor Gericht verantworten. Auf den Handel mit Kriegswaffen stehen bis zu zehn Jahre Haft. Vor Gericht stehen auch zwei Bekannte des Studenten, die Munition an ihn verkauft und für ihn aufbewahrt haben sollen. Das Urteil wird im Februar erwartet.

dpa

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