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Heimat bedeutet für viele Bayern erstmal Arbeit und dann erst Tradition und Brauchtum.

Studie: Was Heimat wirklich bedeutet

München - Von wegen blauer Himmel, hohe Berge und grasende Kühe: Beim Thema Heimat denken die Bayern zu einem übergroßen Teil erst an etwas anderes, wie eine Studie jetzt zeigte.

Die Bayern denken bei Heimat vorallem an die Wirtschaft. Das ist das Ergebnis einer Emnid-Umfrage im Dezember im Auftrag der CSU. Mit dem Begriff verbinden die Bayern intakte Umwelt (95 Prozent), den Wirtschaftsstandort (94) und attraktive Arbeit (91). Dann folgen Pflege von Tradition und Brauchtum (88) und die christliche Wertegemeinschaft (64).

Stolz sind die Bayern in erster Linie auf „schöne Landschaften“ (96 Prozent), die „wirtschaftlichen Erfolge des Freistaats“ (89), Universitäten (82) sowie Brauchtum, Kunst und Kultur (80 Prozent). Der starke Wirtschafts-Faktor beim Heimatgefühl sei „bemerkenswert“, heißt es in einer Analyse von Emnid-Chef Klaus-Peter Schöppner. Auf diesem Feld habe die CSU einen „außergewöhnlichen Kompetenzvorsprung“.

Woran erkennt man einen echten Münchner?

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Den Heimat-Begriff reklamieren inzwischen mehrere Parteien für sich. Jüngst luden auch die Grünen zum „Heimat“-Kongress. Insgesamt erwarten laut Emnid 81 Prozent von ihren Parteien, „bayerisches Lebensgefühl zu verkörpern“. Die Verunsicherung durch Globalisierung und Internationalisierung der Finanzmärkte wecke eine neue Sehnsucht: „Plötzlich werden die eigenen Wurzeln wieder wichtig“, so Schöppner. Die Bayern wüssten, dass die Globalisierung nicht zurückgedreht werde. In ihrem Zwiespalt sei „glokal“ der richtige Weg: „Globale Kompetenz, gepaart mit lokal bezogener politischer Umsetzung.“ Immerhin: 96 Prozent sind glücklich, in Bayern zu leben.

cd

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