Umfrage von Emnid

Studie: Mehrheit will Atomkraftwerk Gundremmingen schnell abschalten

Die Bayern wollen das Atomkraftwerk Gundremmingen nicht länger. 52 Prozent bezweifeln dessen Sicherheit. Das Kraftwerk steht schon lange in der Kritik. 

München - 52 Prozent der Menschen in Bayern möchten nicht, dass das Atomkraftwerk Gundremmingen noch über das laufende Jahr hinaus betrieben wird. Das geht aus einer Umfrage des Emnid-Instituts im Auftrag der Anti-Atom-Organisation „.ausgestrahlt“ hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Sprecher Jochen Stay sagte über die Ergebnisse: „Es hat sich in Bayern herumgesprochen, dass auf die Sicherheit des Atomkraftwerks Gundremmingen kein Verlass ist und das Kraftwerk für die Stromversorgung nicht mehr benötigt wird.“

Die Abneigung gegen das Atomkraftwerk ist laut der Umfrage in allen Altersklassen ähnlich groß; lediglich die 30- bis 39-Jährigen sprechen sich mit 50 Prozent für einen Betrieb über das Jahr 2017 hinaus aus, 43 Prozent dieser Altersgruppe dagegen.

Die Reaktoren Gundremmingen B und C im Landkreis Günzburg gehören zu den drei bayerischen Atomkraftwerken, die noch laufen. Block B soll Ende des Jahres vom Netz genommen werden, Block C erst vier Jahre später. Das Atomkraftwerk ist mit einer Stromproduktion von 19,4 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2016 das größte in Deutschland - und mit seinen fast 33 Jahren Laufzeit auch eines der ältesten.

Das Akw war zuletzt in der Kritik, weil die Leistung mehrmals höher gefahren worden sei als erlaubt. Das Umweltministerium und das Kraftwerk wiesen die Vorwürfe zurück. Die Diskussion hatte aber keinen Einfluss auf die Umfrage, da diese zuvor abgeschlossen war.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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