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Studie: Diese Bayern sind am seltensten krank im Job

Weniger Fehltage, mehr zufriedene Menschen: Die Lebensqualität in Bayern wird einer Studie zufolge mehr als gut bewertet. Mit einer Sache punktet der Freistaat besonders. 

München - Bayern, das Bundesland der Zufriedenen und Fleißigen? Einer Studie zufolge fallen die Menschen im Freistaat seltener wegen Krankheit am Arbeitsplatz aus. Während Erwerbstätige im bundesweiten Schnitt im vergangenen Jahr 17,6 Tage fehlten, waren es in Bayern zwei Tage weniger, wie aus dem Gesundheitsreport der Krankenkasse Barmer hervorgeht, der am Donnerstag in München vorgestellt wurde. Dafür wurden die Daten von rund 3,5 Millionen Versicherten ausgewertet, 470 000 kommen aus dem Freistaat.

Demnach fielen bayernweit am seltensten die Arbeitnehmer im Münchner Umland (12,3 Tage), in der bayerischen Hauptstadt und im Oberallgäu (jeweils 12,9 Tage) aus. Die meisten Fehltage gab es in Bamberg, Lichtenfels (jeweils 19,3 Tage) und im Kreis Freyung-Grafenau (19,0 Tage). „Hier haben wir eine sehr große Spreizung der Fehlzeiten innerhalb Bayerns“, sagte Barmer-Landesgeschäftsführerin Claudia Wöhler. Der Report erfasst nicht, ob die Berufstätigen in Regionen mit niedrigen Fehltagen tatsächlich gesünder sind oder einfach nur krank zur Arbeit gegangen sind.

Flexible Arbeitszeiten wirkten sich der Studie zufolge positiv aus

Für die meisten Fehltage waren Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen, psychische Störungen, Verletzungen und Atemwegserkrankungen wie Erkältungen verantwortlich. Erzieher und Seelsorger leiden den Angaben zufolge häufiger unter psychischer Belastung, während Mitarbeiter in der Bau-, Metall- und Chemiebranche häufiger mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen haben.

Den Zusammenhang zwischen Gesundheit, Lebensqualität und Job beleuchtete eine weitere Untersuchung, die in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen in der Schweiz durchgeführt wurde. Demnach wirken sich flexible Arbeitszeiten positiv auf die Fehltage aus. „Das bedeutet nicht unbedingt, dass das kausal ist - aber es tritt zumindest doch gemeinsam auf“, erklärte Studienleiter Stephan Böhm. Der Studie zufolge haben mit rund 52 Prozent nur etwa mehr als die Hälfte aller Erwerbstätigen feste Arbeitszeiten, der Rest kann unter anderem im Homeoffice oder mit Gleitzeiten arbeiten.

Auch deshalb seien Konflikte zwischen Arbeit und Familie seltener, was wiederum die Lebensqualität begünstige, sagte Böhm. „Je größer die Konflikte sind, desto geringer ist die Lebenszufriedenheit in den einzelnen Bundesländern.“

Laut Erhebung sind die Berufstätigen im Freistaat zufriedener als der deutsche Durchschnitt. Rund 52 Prozent der Befragten bewerteten ihr Leben als gut, rund 33 als ideal.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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