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Für jede natürliche Futterquelle dankbar: Im Winter tun sich viele Gartenvögel mit der Futtersuche schwer. Doch jeder kann ihnen dabei helfen.

Mitmachen bei Vogelzählung des LBV

Aktion „Die Stunde der Wintervögel“ - Helfer bei der Futtersuche

Anfang Januar findet wieder bayernweit eine Wintervogelzählung statt. Im Vorfeld starten wir eine kleine Serie rund um die Tiere. Im ersten Teil geht es um ihre Futtersuche. Experten haben einige Tipps, wie jeder den Gartenvögeln Gutes tun kann.

München – Wenn es draußen kälter wird, hängen zahlreiche Tierfreunde Futter in den Garten, um den Vögeln über den Winter zu helfen und sie gemütlich vom Fenster aus zu beobachten. Da der Energieverbrauch in kalten Nächten sehr hoch ist, wird das Angebot gerne angenommen: Meisen, Amseln und Rotkehlchen kommen morgens als erstes an das bekannte und verlässliche Frühstücksbuffet.

Weil die Vögel an Futterstellen oft sehr zutraulich werden, ist das eine gute Gelegenheit, um sie genau zu beobachten. Gerade für ältere Menschen und Kinder ist das ein schönes Erlebnis, betont Sophia Engel. Sie ist Expertin beim Landesbund für Vogelschutz (LBV) und hat einige Ratschläge, wie die Vogelfütterung am besten gelingt:

Natürliche Futterquellen im Garten fördern

Die beste Futterquelle für Vögel sind vielfältige, naturnahe Gärten mit beerentragenden, heimischen Sträuchern, z.B. Holunder oder einem Vogelbeerbaum. Im dichten Geäst verstecken sich die Vögel auch bei Gefahr. Die Samen von Pflanzen wie Karden, Disteln, Astern und verschiedenen Doldenblütler sind bei Vögeln im Winter als Nahrung sehr beliebt. Deshalb sollte man auch die Samenstände von Stauden nicht schon im Herbst entfernen, sondern erst im folgenden Frühjahr. Auch andere Tiere wie zum Beispiel Igel und Insekten profitieren von solchen Gärten.

Zufüttern mitVogelfutter

Wenn Sie ein Zusatzangebot in Form eines Futterhäuschens machen möchten, achten Sie auf gute Qualität des Futters, denn Billigware ist oft mit Maisbruch oder Weizenkörnern gestreckt, die für die meisten Vögel viel zu hart sind. Auch Brot oder menschliche Essensreste sind kein geeignetes Vogelfutter! Ölhaltige Sämereien wie Sonnenblumenkerne, Hanfsamen oder auch Erdnussbruch sind dagegen energiereich und bei allen Arten beliebt. Amseln und Rotkehlchen fressen am liebsten Weichfutter aus Getreideflocken, die mit Trockenfrüchten und Fett angereichert sind. Fettfutter, z.B. Meisenknödel, mögen eigentlich alle Vögel (siehe Kasten).

Keine Krankheitsherde schaffen

Wo Vögel regelmäßig und in großer Zahl zusammenkommen, können sich auch leicht Krankheiten, beispielsweise Salmonellen ausbreiten. Für die Hygiene am Futterplatz empfiehlt sich darum ein Futtersilo, in dem das Futter vor Nässe und Verunreinigungen geschützt ist. Beliebt sind Futtersäulen, die an einer Metallstange oder einem Ast aufgehängt werden. Wer ein klassisches Vogelhäuschen nutzt, sollte es täglich ausfegen und regelmäßig mit heißem Wasser reinigen.

Die Futterknödel.

Schnelle Energie für Wintervögel

Ein Rezept für vier Knödel bzw. zwölf Futterplätzchen: 

– 350 g festes ungesalzenes Pflanzenfett (z.B. Kokosfett 

– keine Margarine!)

– 1 EL Sonnenblumenöl 

– 300 g Rosinen, Sonnenblumenkerne, Haselnüsse (alles fein gehackt), feine Haferflocken 

– 50 g gemahlene Haselnüsse Etwa die Hälfte des Fetts erhitzen, bis es flüssig ist, dann vom Herd nehmen, das restliche Fett und die anderen Zutaten einrühren. Die Masse erkalten lassen, dabei hin und wieder umrühren. Wenn die Masse fest wird, aber noch formbar ist, zu Knödeln drehen oder in Ausstech-Förmchen füllen für „Weihnachtsplätzchen“ der besonderen Art. 

Die Vogelzählung

Wer kommt bei Ihnen im Garten oder am Futterhaus für einen Snack vorbei? Der Landesbund für Vogelschutz will’s genau wissen und ruft jedes Jahr am ersten Januar-Wochenende zur Vogelzählung, der Stunde der Wintervögel, auf. 

Hier können Sie mitmachen bei der Vogelzählung zur Stunde der Wintervögel mit dem LBV.

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