Warnstufe Rot im Voralpenland

So tobt der Sturm über Bayern

München - Der Winter ist weg, dafür tobt der Sturm: Auch in der Nacht zum Dienstag war die Wetterlage über Bayern ungemütlich, doch es kommt Besserung. Ein Überblick. 

Umgestürzte Bäume und dicke Äste auf den Straßen, peitschender Regen, stürmischer Wind: Auch am Dienstagmorgen macht ein starker Sturm den Menschen in Bayern zu schaffen.

Sturm: Sperrungen im Kreis Starnberg

Wie die Polizei berichtete, waren in der Nacht zum Dienstag an einer Staatsstraße bei Berg (Landkreis Starnberg) mehrere Bäume auf die Straße gestürzt. Wegen der andauernden Räumungsarbeiten blieb der Abschnitt zwischen Berg und Münsing zunächst in beide Richtungen gesperrt, teilten die Beamten mit. Der Verkehr wurde umgeleitet. Auch in angrenzenden Landkreisen seien vereinzelt Bäume auf die Straße gestürzt. Es sei jedoch niemand verletzt worden.

Feuerwehren im Einsatz

Umgestürzte Bäume haben auch die Feuerwehr in der Region Schongau beschäftigt: Ein Baum war auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Birkland und dem Peitinger Ortsteil Herzogsägmühle gelandet und blockierte die Straße. Bilder vom Einsatz finden Sie hier.

Unfall wegen Seitenwinds

Bereits am Montagabend ereignete sich auf der B 318 auf Höhe Warngau ein Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen aufgrund des Sturms: Ein 48-jähriger aus dem Maintal fuhr mit seinem Audi samt Anhänger auf der B 318 in Richtung Autobahn, als eine Windböe den Anhänger erfasste und das Gespann auf die Gegenfahrbahn wehte. 

Der Anhänger kollidierte daraufhin mit einem entgegenkommenden Münchner Taxi, dass in Richtung Tegernsee fuhr. Verletzt wurde niemand, jedoch wurden der Anhänger und beide Autos stark beschädigt. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf ca. 150.000 EUR. 

Warnstufe Rot im Voralpenland

Schaut man auf die Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes, erscheint ganz Bayern leuchtend gelb, in Vorwarnstufe. Für den Alpenrand gilt allerdings Unwetterwarnstufe Rot: Vom Allgäu über die Region Schongau, die Kreise Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land stehen nach wie vor schwere Unwetter ins Haus. In den Bergen wird mit Orkanböen gerechnet.

Dabei war es erneut mild: In Würzburg wurden um 6 Uhr zehn Grad gemeldet, auch in Nürnberg-Flughafen und Straubing war es mit jeweils neun Grad alles andere als winterlich.

Wetter: Das sind die Aussichten

Während in der Nacht und am Morgen noch stürmischer Wind vorherrscht, soll sich die Lage im Tagesverlauf beruhigen: Es werde zwar weiter regnen, meldet der Deutsche Wetterdienst, allerdings verlagern sich die Regenfälle nach Nord-Osten. Am Morgen betragen die Windgeschwindigkeiten noch 65 bis 85 km/h, im Bergland sogar bis zu 90 km/h, der Wind soll allerdings allmählich nachlassen. Die gute Nachricht: In der Nacht zum Mittwoch verziehen sich Regen und Sturmböen dann Richtung Norden.

dpa/kb

Rubriklistenbild: © dpa

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