+
Das Sturmtief "Xynthia" fegt durch Bayern und hinterlässt Chaos und Verwüstung.

Sturmtief "Xynthia" fegt durch Bayern - ein Schwerverletzter

Würzburg/Nürnberg - Das Sturmtief "Xynthia" fegt durch Bayern und hinterlässt Chaos und Verwüstung. Ein Mann wurde schwer verletzt. Straßen und Autobahnen waren blockiert, Flüsse traten über die Ufer.

Das Sturmtief “Xynthia“ ist am Sonntag über Franken hinweggefegt und hat große Schäden angerichtet. In Waldbüttelbrunn (Landkreis Würzburg) wurde ein 51-jähriger Mann schwer verletzt. Er wollte die Arretierung eines Baukrans lösen und wurde dabei eingequetscht.

Lesen Sie dazu auch:

Sturm sorgt für Chaos bei der Bahn

Sturmtief “Xynthia“: Tote in Deutschland

Polizei, Feuerwehr und die Mitarbeiter von Straßenmeistereien rückten zu zahlreichen Einsätzen aus. In ganz Franken wurden Dächer abgedeckt, herabfallende Ziegel beschädigten zahlreiche Autos. Der Sturm riss auch Rollläden aus der Verankerung. Gerüste, Plakatwände und Bauzäune fielen um, Abdeckungen flogen durch die Luft. Ungesicherte Anhänger stürzten um oder wurden auf die Fahrbahn geschoben.

Chaos auf der Autobahn

“Alles, was nicht fest verankert oder ausreichend gesichert war, machte sich selbstständig“, sagte ein Polizeisprecher in Würzburg. In Aschaffenburg wurde die Giebelwand eines Rohbaus vom Sturm eingedrückt. Entwurzelte und umgestürzte Bäume blockierten zahlreiche Straßen. Im Spessart fielen mehrere Bäume auf die Autobahn 3 Frankfurt-Nürnberg. Ein Auto und ein Lastwagen wurden getroffen, verletzt wurde aber niemand. Auf Höhe der Anschlussstelle Bessenbach fuhren zwei Autos auf das Hindernis, die Fahrer blieben aber unverletzt. Zwischen Rohrbrunn und Marktheidenfeld musste die Autobahn zeitweise gesperrt werden, um einen Baum zu beseitigen, der beide Fahrstreifen blockierte.

Überflutungen und Überschwemmungen

Auch der Bahnverkehr war durch umgestürzte Bäume beeinträchtigt. Regen und Schneeschmelze lassen unterdessen die Flüsse in Bayern anschwellen und die Hochwassergefahr weiter steigen. In Nordbayern wurde an der Fränkischen Saale bei Bad Kissingen und an der Itz in Oberfranken am Sonntag die zweithöchste Meldestufe erreicht: Einzelne Grundstücke und Keller sind überflutet, überschwemmte Straßen mussten gesperrt werden.

Auch andernorts im Einzugsgebiet des Main stehen Äcker und Wiesen unter Wasser, wie das Landesamt für Umwelt in München berichtete. Im Donaugebiet kommt es an den Zuflüssen Wörnitz, Altmühl und Naab stellenweise ebenfalls zu Ausuferungen und Überflutungen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Hageljäger in Bayern: So  „impfen“ sie die Gewitterwolken
Wenn Georg Vogl in die Luft geht, braut sich am Himmel etwas zusammen. Der 59-Jährige ist Hagelflieger. In 2000 Metern Höhe „impft“ er Gewitterwolken mit Silberjodid. …
Hageljäger in Bayern: So  „impfen“ sie die Gewitterwolken
Knapp 1,4 Millionen Besucher beim Gäubodenvolksfest in Straubing
Fast 1,4 Millionen Menschen haben das Gäubodenvolksfest in Straubing besucht. Das entspricht etwa den Zahlen der vergangenen Jahre, wie eine Sprecherin der …
Knapp 1,4 Millionen Besucher beim Gäubodenvolksfest in Straubing
Gleitschirmflieger stürzt in Baumkrone
Ein Gleitschirmflieger ist in Neumarkt in der Oberpfalz zehn Meter tief in eine Baumkrone gestürzt. Er war gerade gestartet, da überraschte ihn eine heftige Windböe.
Gleitschirmflieger stürzt in Baumkrone
Buben zerkratzen Autos - und beichten es dann dem Papa
Da hat das schlechte Gewissen gedrückt: Ein Siebenjähriger hat seinem Vater gebeichtet, gemeinsam mit einem Freund in Nürnberg zahlreiche Autos beschädigt zu haben. …
Buben zerkratzen Autos - und beichten es dann dem Papa

Kommentare