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Horst Seehofer wird ein zweites Mal nach Tschechien reisen

Sudeten kündigen zweite Tschechienreise Seehofers an

Augsburg - Horst Seehofer, bayrischer Ministerpräsident, wird im Herbst wiederholt zu den Sudetendeutschen nach Tschechien reisen. Das gaben Vertreter der Sudetendeutschen bekannt.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) wird spätestens im Herbst ein zweites Mal nach Tschechien reisen. Das haben Vertreter der Sudetendeutschen am Freitag kurz vor dem Start ihres traditionellen Pfingsttreffens in Augsburg bekanntgegeben. Seehofer hatte im Dezember als erster bayerischer Regierungschef seit dem Zweiten Weltkrieg Prag besucht und damit eine jahrzehntelange Eiszeit zwischen Bayern und Tschechien beendet.

“Wir werden mit einer Sudetendeutschen-Delegation eine spezielle Sudetendeutschen-Reise mit Horst Seehofer in die tschechische Republik unternehmen“ , sagte der Sprecher des Sudetendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt. “Und zwar nicht nach Prag, sondern in allererster Linie in die Breite des Landes.“ Er erwartet sich davon vor allem Begegnungen mit tschechischen Politikern und der Bevölkerung.

Bei einer dritten Reise des Ministerpräsidenten in das Nachbarland könne man dann “konkrete Punkte“ ansprechen, betonte Posselt. Dazu zählen vor allem die Benes-Dekrete, die bis heute gelten und die Voraussetzung für die 1945 von den Alliierten im Potsdamer Abkommen gebilligte Ausweisung der deutschen Minderheit aus der Tschechoslowakei schufen.

An diesem Pfingstwochenende treffen sich rund 20 000 Menschen in der Fuggerstadt zum traditionellen Sudetendeutschen Tag. Am Samstag wird der ehemalige slowakische Staatspräsident Rudolf Schuster mit dem Karlspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft ausgezeichnet. Am Sonntag tritt Horst Seehofer als Hauptredner bei der Kundgebung in der Augsburger Messe auf. “Ich erwarte, dass er den Sudetendeutschen vermittelt, wie wichtig sein Besuch war. Dass er aber auch den Weg aufzeigt, wie es weitergeht“, betonte Posselt.

dpa

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