Sondermüll kommt nach Bayern

Stuttgart - Verträge unter Dach und Fach: Gefährliche Abfälle aus Baden-Württemberg werden in Zukunft in Bayern und Hessen entsorgt.

Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) unterzeichnete am Montag in Stuttgart entsprechende Verträge mit den Geschäftsführern der Sonderabfallentsorgung Bayern GmbH (GSB) und der Hessischen Industriemüll GmbH (HIM).

Diese Vereinbarungen, die jeweils auf zehn Jahre angelegt sind, sichern dem Land ein Verbrennungskontingent von je 10 000 Tonnen für brennbare gefährliche Abfälle wie Altlacke, Lösungsmittel und andere Chemikalien. Baden-württembergische Abfallerzeuger können dieses Kontingent bei Entsorgungsengpässen in Anspruch nehmen. “Die Vereinbarungen bieten Verlässlichkeit ohne finanzielles Risiko für das Land und sind ein wichtiger Baustein der langfristigen Entsorgungssicherheit für Wirtschaft und Land“, sagte Untersteller.

Der bisher geltende Vertrag mit einem Entsorger in Hamburg verpflichtete das Land, pro Jahr 20 000 Tonnen brennbare gefährliche Abfälle zu liefern. Lieferte es weniger, fielen Strafzahlungen an. Insgesamt 10 Millionen Euro musste Baden-Württemberg dafür in den vergangenen Jahren entrichten.

dpa

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