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So groß, so hell, so super: Am Montag ist der Mond der Erde so nah wie selten. Im Vergleich mit der Landschaft wirkt er besonders groß.

Himmelsphänomen am Montag 

Der Supermond geht auf

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München/Eberfing – Am Montagabend sollten Sie unbedingt mal nach oben schauen: Der Mond wird dann so groß und hell am Himmel stehen wie seit 68 Jahren nicht. Umgangssprachlich heißt dieses Phänomen Supermond. Und der hat sogar Einfluss auf die Gezeiten.

Man muss das Örtchen Eberfing im Pfaffenwinkel nicht unbedingt kennen. Aber wer es kennt, ist klar im Vorteil. Dort, etwas südlich von Weilheim, gibt es eine private Sternwarte, betrieben vom Ehepaar Gutekunst. Am Montagabend öffnen die Hobby-Astronomen ihre Warte für Besucher. Martina Gutekunst, 58, glaubt: „Dann könnte ordentlich was los sein.“

Grund ist der Mond, der an diesem Abend so groß und so hell am Himmel stehen wird wie seit Jahrzehnten nicht. Durch das Teleskop sind die Strukturen auf dem Erdtrabanten dann besonders gut zu sehen. Bevor sich nun halb Oberbayern auf den Weg nach Eberfing macht, sei gesagt: Er ist auch ohne Teleskop ziemlich gut zu erkennen, der „Supermond“.

So bezeichnet man umgangssprachlich die Kombination zweier Himmelsereignisse: Weil der Mond sich nicht kreisrund, sondern elliptisch um die Erde bewegt, ist er mal näher (rund 360 000 Kilometer) und mal weiter (rund 400 000 Kilometer) von ihr entfernt. Diesmal kommt er besonders nahe heran, auf bis zu 356 509 Kilometer. Eine noch kleinere Entfernung hatte der Mond zuletzt 1948, damals waren es 356 465 Kilometer.

Außerdem ist am Montag Vollmond. Durch die besondere Erdnähe erscheint er um 14 Prozent größer als ein Vollmond, der die größtmögliche Entfernung zur Erde hat. Der Unterschied enspricht etwa dem zwischen einem Ein- und einem Zwei-Euro-Stück. Durch die größere Fläche reflektiert er auch mehr Licht. Seine Strahlkraft steigt um 30 Prozent.

Dass so ein Supermond für besondere Schlaflosigkeit verantwortlich sein könnte, ist nicht belegt. Ganz anders sieht es mit seinem Einfluss auf die Gezeiten aus. „Je näher der Mond an der Erde ist, desto höher ist die Gravitationskraft“, sagt Guido Thimm vom Zentrum für Astronomie in Heidelberg. „Das kann zu höheren Springfluten führen.“ Bei Voll- und bei Neumond steigt der Wasserspiegel weltweit im Durchschnitt um 75 Zentimeter an, bei einem Supermond kommen noch einige Zentimeter dazu.

Um genau 14.52 Uhr setzt am Montag die Vollmondphase ein, drei Stunden zuvor kommt der Mond in extreme Erdnähe. Wenn dann am Abend die Sonne untergeht, wird der Supermond sichtbar. „Er wird dann sehr nah am Horizont stehen“, sagt Hobby-Astronomin Gutekunst. Für den Effekt ist das gut. Denn vor der Kulisse von Häusern und Bäumen erscheint der Mond noch mal größer als am freien Himmel.

Allzu hoch sollte man die Erwartungen trotzdem nicht schrauben, sagt Gutekunst. Denn die Annäherung an die Erde passiert kontinuierlich. Heißt: Auch in den Monaten vor und nach dem „Supermond“ ist der Himmelskörper, ohne dass es aufgefallen wäre, vergleichsweise nahe an der Erde dran. Der Größenunterschied zum nächsten Vollmond am 14. Dezember liegt deshalb höchstens bei 1,5 Prozent. Für Laien im Grunde kaum wahrnehmbar. Das gilt genauso für die Helligkeit – es fehlt schlicht der direkte Vergleich zu einem normal hellen Mond.

Trotzdem – Phänomen bleibt Phänomen. Jetzt muss bloß noch das Wetter mitspielen. Laut Volker Wünsche vom Deutschen Wetterdienst (DWD) steht zwar etwas Nebel an, es besteht aber auf jeden Fall die Chance auf einen wolkenfreien Himmel. Besser wär’s, denn der nächste vergleichbare Supermond wird erst 2034 am Himmel zu sehen sein.

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