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Joachim Wolbergs meldet sich nach langer Pause wieder zu Wort. 

Einstellung des Verfahrens?

Suspendierter Regensburger OB Wolbergs sendet Facebook-Botschaft

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Lange war es still in Regensburg um den suspendierten OB Joachim Wolbergs. Jetzt meldet sich der SPD-Mann via Facebook zu Wort und hat eine Botschaft für die Bürger. 

Regensburg - Lange Zeit war es ruhig um den suspendierten Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD). Am Montag meldete sich der 46-Jährige nun bei Facebook zu Wort. Er schreibt, dass viele Menschen ihn in den letzten Wochen und Monaten darauf angesprochen haben, dass sie so gerne wieder etwas von ihm hören würden. Dieser Bitte wolle er nachkommen: „Natürlich ist das - vor dem Hintergrund meiner jetzigen Möglichkeiten - nur eingeschränkt möglich. Ich habe mich deshalb daran gemacht, mich mit Facebook intensiver zu beschäftigen“, schreibt er. 

Kontakt zu Wolbergs via Facebook

Auf der offiziellen Facebook-Seite Wolbergs werde der des Amtes enthobene Stadtchef nicht dauernd, sondern nur wenn es ihm sinnvoll erscheint, etwas posten. Wer Kontakt zu ihm aufnehmen wolle, könne das via Facebook: „Ich will versuchen solche Nachrichten auch gerne individuell zu beantworten. Und ich freue mich natürlich sehr über einen offenen und respektvollen Dialog“, schreibt der SPD-Politiker. 

Seit letztem Jahr steht Wolbergs im Fokus der Öffentlichkeit und der Staatsanwaltschaft. Diese wirft ihm Bestechlichkeit vor. Joachim Wolbergs saß im Zuge der Ermittlungen knapp zwei Monate in Untersuchungshaft - am 28. Februar setzte das Landgericht Regensburg den Haftbefehl unter Auflagen außer Vollzug.

Staatsanwaltschaft schließt Einstellung des Verfahrens nicht aus

Dass sich Wolbergs jetzt bei Facebook meldet, dürfte die User überraschen. Sein letzter Eintrag auf seiner Seite liegt mehr als ein Jahr zurück. In nur weinigen Stunden nach seinem Post am Montag kommentierten das dutzende Facebook-User - überwiegend positiv. Es heißt unter anderem: „Schön von Ihnen zu hören, Herr Oberbürgermeister! Ich hoffe, es geht Ihnen gut! Seien sie gewiss, dass sie viele Menschen hinter sich haben, die Sie nicht im Stich lassen werden!“ 

Doch Wolbergs ist in Regensburg höchst umstritten. Bei einer Umfrage der Mittelbayerischen Zeitung im Frühjahr haben sich drei von vier Befragten dafür ausgesprochen, dass der SPD-Mann zurücktreten soll. Einen Rücktritt lehnt Wolbergs bis heute ab. 

Wie regensburg-digital.de am Montag berichtet, schließt die Staatsanwaltschaft eine Einstellung des Verfahrens nicht aus. Die Ermittlungen sollen demnach Mitte des Jahres abgeschlossen sein, dann würde sich die Staatsanwaltschaft ausführlich äußern. 

Christoph Hollender

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