Syrer (16) darf vorerst bleiben

München - Nach Protesten der Landtags-Grünen und des Bayerischen Flüchtlingsrats soll ein 16 Jahre alter Flüchtling aus Syrien vorerst nicht nach Italien abgeschoben werden.

Zudem habe der Anwalt des Jungen erreicht, dass er aus der Haft entlassen wird, teilte der Flüchtlingsrat in München mit. Der Jugendliche mit syrischem Pass saß seit zwei Monaten im Gefängnis Stadelheim. Nun sei er zu seiner Tante nach Magdeburg gebracht worden. Der Junge sei vor den Unruhen in Syrien über Italien nach Deutschland geflohen. Mit einer Abschiebung müsse weiterhin gerechnet werden.

Am Münchner Flughafen scheiterte nach Flüchtlingsrats-Angaben außerdem eine zweite geplante Abschiebung. In diesem Fall ging es um einen 29 Jahre alten Somalier, der nach Malta abgeschoben werden sollte. Der Flüchtlingsrat demonstrierte im Terminal 2 des Flughafens und forderte die übrigen Passagiere auf, bei der Fluggesellschaft Einspruch zu erheben. Die Fluglinie stornierte schließlich den Flug. “Das war ein voller Erfolg“, sagte Alexander Thal vom Flüchtlingsrat. In beiden Fällen waren die Flüchtlinge nicht direkt nach Deutschland gekommen, sondern über andere EU-Länder. Aufgrund der EU-internen Vereinbarungen werden diese Asylbewerber üblicherweise in das europäische Mitgliedsland abgeschoben, das sie zuerst erreichten.

lby

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