Mehr Hackerangriffe

Täglich 40.000 Attacken auf Bayerns Behörden

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München - Bayerische Behörden werden immer häufiger Ziel von Hacker-Angriffen im Internet. Die Staatsregierung will das Behördennetz nun besser schützen.

„Die Angriffslage auf unsere Systeme hat sich in den letzten Jahren massiv gesteigert“, sagte Finanzminister Markus Söder (CSU), auch Chef-Aufseher über die digitale Infrastruktur des Freistaats, gestern in München. Täglich gebe es 40 000 Angriffe auf das bayerische Behördennetz. Auf den Servern des Freistaats seien viele hochsensible Informationen über Bürger gespeichert, wie Steuer-, Eigentums- und Justizdaten.

Laut Söder sind an das Behördennetz, dem Staatseinrichtungen, Landratsämter und mehr als die Hälfte der Kommunen angehören, rund 300 000 Computer angeschlossen. Erst kürzlich hatte die Staatsregierung beschlossen, sie stärker zu schützen. Als erstes Bundesland will der Freistaat ein eigenes Landesamt für IT-Sicherheit gründen. Bis 2025 sollen der Behörde 200 Spezialisten angehören. Von ihrem Know-how sollen auch die Kommunen profitieren. Bisher gibt es ein solches Amt nur auf Bundesebene.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) forderte, auch im Bund mehr für Cybersicherheit zu tun. Hersteller von IT-Produkten müssten mehr auf Sicherheit achten, Verbraucher besser aufgeklärt werden. Zudem müssten Speicherfristen von Daten für die Telekommunikationsfirmen ausgeweitet werden. Auch ausländische Firmen müsse man stärker Auskunftspflichten unterwerfen.

Rubriklistenbild: © dpa

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