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Stellungnahme des Krankenhauses

So verhält sich Mollath in der Psychiatrie

Bayreuth - Gustl Mollath berichtete im Landtag-Untersuchungsausschuss auch über nächtliche Kontrollen seines Zimmers im Zwei-Stunden-Rhythmus. Dazu stellte der Münchner Merkur am Mittwoch eine Anfrage an das Bezirksklinikum Bayreuth.

Hier die Antwort des Bezirksklinikums Bayreuth:

„In der Zeit der Nachtruhe zwischen 23 und 5 Uhr führen – wie in Krankenhäusern üblich – Mitarbeiter des Pflegedienstes einen Kontrollgang, verbunden auch mit einer Nachschau in den einzelnen Patientenzimmern durch, ohne die Patienten dabei zu wecken. Die Mitarbeiter sind dabei angehalten, eine Störung der Nachtruhe der Patienten zu vermeiden. Insofern wird das Licht im Zimmer nicht angeschaltet.

Die Behauptung des Herrn Mollath, auf die Sie sich beziehen, dass die nächtliche Zimmerkontrolle im Zwei-Stunden-Rhythmus bei Herrn Mollath stattfindet, ist schlichtweg falsch und muss, wenn sie so erhoben wird, als Diffamierung angesehen werden. Von allen anderen Patienten der Klinik, bei denen selbstverständlich in gleicher Weise nächtliche Kontrollgänge auch in die Zimmer durchgeführt werden, liegen wegen dieser Kontrollen keinerlei Beschwerden vor.

Auch wenn Sie nicht konkret danach gefragt haben, gehe ich gerne auf die Dokumentation in der ARD vom 3. Juni 2013 ein, in der durch nachgestellte Szenen der Eindruck erweckt wurde, bei diesen Kontrollgängen würde Patienten, z. B. auch konkret Herrn Mollath, mit einer Taschenlampe ins Gesicht geleuchtet. Ein Ausleuchten der Zimmer oder ein Anleuchten der Patienten mit einer Taschenlampe findet nicht statt. Erwähnen will ich noch, dass allerdings Herr Mollath selbst durch z. B. Stellen eines Stuhls oder anderer Gegenstände, Offenlassen von Türen (Schranktüre im Zimmer, Türe zur Nasszelle des Zimmers), nahezu regelmäßig den Zugang zu seinem Zimmer bzw. die Nachschau in seinem Zimmer so erschwert, dass es den Mitarbeitern kaum möglich ist, bei der gebotenen Nachschau keinerlei Geräusche zu verursachen.

Wiederholte Versuche, Herrn Mollath zur Unterlassung derartiger Manipulationen zu bewegen, sind leider gescheitert.“

gez.: Dr. med. K. Leipziger, Facharzt für Neurologie, Facharzt für Psychiatrie, Chefarzt der Klinik für Forensische Psychiatrie

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