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Der Gas-Tank war randvoll gefüllt mit Drogen.

Fahnder erfolgreich

In diesem Tank waren 15 Kilo Marihuana versteckt

Rosenheim - Schleierfahnder der Rosenheimer Polizei haben eine große Menge Drogen in einem professionellen Versteck gefunden. Die Drogen-Kuriere haben nämlich eine entscheidenden Fehler gemacht.

Beim Verstauen der Ware passten sie nicht auf und beschädigten eine der Tüten. Dabei verfing sich der von den Fahndungsspezialisten gefundene Marihuanakrümel im Kofferraumteppich. So wurden die Schleiderfahnder der Rosenheimer Inspektion auf die Drogen aufmerksam.

Das Auto winkten die Fahndungsspezialisten am Dienstagnachmittag auf der Inntalautobahn in Richtung München heraus. Der Fahrer, ein in Hamburg lebender Frührentner (43 Jahre), befand sich auf der Rückfahrt aus Italien, wo er seinen Begleiter, einen 19-jährigen entfernt verwandten Albaner, abgeholt haben will, erzählte er den Beamten. Beide verfügten über die nötigen Personalpapiere und führten kaum Gepäck mit sich. Trotzdem blieben die Schleierfahnder misstrauisch - und sollten Recht behalten.

Im Kofferraum fand sich bei intensiver Überprüfung der kleine Krümel einer Marihuanadolde. Anlass genug, den Pkw nach Verstecken und den Ursprung dieses Kleinstfundes zu durchsuchen. Dabei fiel den Spezialisten der im Kofferraum eingebaute Gastank ins Auge. Obwohl er laut Tankanzeige nur noch teilgefüllt sein dürfte, deutete einiges darauf hin, dass der Behälter tatsächlich prall gefüllt war.

Unter Zuhilfenahme von Fachleuten wurde der Tank geöffnet. Er war tatsächlich bis zum Rand gefüllt. Nur befand sich kein Gas im Behälter, sondern 15 Kilogramm Marihuana, sorgfältig abgewogen in 15 einzelne Päckchen.

Die beiden Fahrzeuginsassen zeigten sich völlig erstaunt über den wahren Inhalt ihres Gastankes und beteuerten ihre Unwissenheit und vor allem ihre Unschuld. Dem glaubten weder die Polizisten, die Staatsanwaltschaft Traunstein noch der Richter beim Amtsgericht Rosenheim. Sie wurden in Untersuchungshaft genommen.

Das Verfahren wegen Verdachts der illegalen Einfuhr einer nicht geringen Menge Betäubungsmittel übernahm zwischenzeitlich die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift von Polizei und Zoll (GER Südbayern) des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA).

mm

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