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Mit Kanistern und in großer Zahl: Tank-Touristen aus Bayern fluten Braunau – Auto-Schlangen vor den Zapfsäulen

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Von: Felix Herz

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Zahlreiche Tank-Touristen aus Bayern fuhren nach Österreich, um etwas billiger zu tanken. Vor den Zapfsäulen bildeten sich lange Schlangen – wie hier in Bonn, als am 31. August der Tankrabatt noch gültig war.
Zahlreiche Tank-Touristen aus Bayern fuhren nach Österreich, um etwas billiger zu tanken. Vor den Zapfsäulen bildeten sich lange Schlangen – wie hier in Bonn, als am 31. August der Tankrabatt noch gültig war. © Kosecki / IMAGO

Das war‘s mit dem Tankrabatt – und die Preise schießen wie befürchtet nach oben. Zahlreiche Bayern fahren nun nach Österreich, um dort billiger zu tanken.

Braunau – Am Donnerstag, 1. September, war es so weit: Der dreimonatige Tankrabatt in Deutschland verlor seine Gültigkeit. Die Folgen: Am Mittwoch, 31. August, bildeten sich noch lange Schlangen vor den Zapfsäulen. Fast alle Autofahrer wollten die Gelegenheit nochmal nutzen, um von der gesenkten Energiesteuer zu profitieren und günstiger zu tanken. Immerhin kosteten Benzin und Diesel in diesem Zeitraum spürbar weniger. Dasselbe Bild gibt es nun auch im September – jedoch nicht in Deutschland.

Tank-Touristen aus Bayern in Österreich: Lohnender Abstecher

Wie befürchtet, schossen am 1. September die Benzin- und Dieselkosten in die Höhe. Der ADAC schreibt, die Mineralölkonzerne hätten 25 Cent bei E10 und zehn Cent bei Diesel aufgeschlagen. Vor allem in Hinsicht auf die vollen Tanks, die noch bei der niedrigeren Energiesteuer befüllt worden waren, ein Schritt, der nicht zu rechtfertigen sei – der Automobilclub kritisiert dies scharf. Viele Menschen in Bayern bewegte dieser Umstand dazu, einen Abstecher nach Österreich zu machen.

Laut pnp.de tankte man zum Beispiel in Braunau, direkt hinter der Grenze zu Österreich, um mehr als 40 Cent günstiger. Das nutzten viele Autofahrer, den Kennzeichen nach vor allem aus dem Rott- und Inntal, aus. Lange Schlangen bildeten sich vor den Zapfsäulen, viele der Besucher aus Bayern hatten sogar Kanister dabei, um die günstigeren Spritkosten auszunutzen.

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Spritpreiserhöhung macht viele Autofahrer wütend

ADAC kritisiert Preisexplosion an den Zapfsäulen: Autofahrer weichen aus

Es ist mehr als nur ein Ärgernis, das für viele Autofahrer nun eine zusätzliche Belastung – neben Inflation und verschiedenen Folgen der Energiekrise – für die Haushaltskasse darstellt. Der ADAC findet deutliche Worte für die Preisexplosion: „Dafür gibt es aus Sicht des ADAC in dieser Höhe keine Grundlage – selbst dann nicht, wenn man Sonderfaktoren herausrechnet wie Transportschwierigkeiten oder Lieferengpässe“, heißt es auf adac.de.

Doch nicht nur in Bayern weichen die in Grenznähe lebenden Autofahrer auf das Ausland aus. Unter anderem in Straßburg gibt es viele Berichte, wonach Autofahrer ins benachbarte Frankreich fahren, um dort von niedrigeren Spritkosten zu profitieren. (fhz)

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