Neue Spur im Fall Türkheim

Waren Rocker die Brandstifter?

Türkheim - Im Fall des mysteriösen Brandanschlags mit zwei Schwerverletzten im Unterallgäu hat die Polizei eine neue Spur. Und die führt ins Rockermilieu.

Die Spur des mysteriösen Brandanschlags mit zwei Schwerverletzten im Unterallgäu führt ins Rockermilieu. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, gehört einer der festgenommenen Tatverdächtigen der Gruppe „Black Jackets“ an. Auf die Spur des 38-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen waren die Ermittler durch ein Auto gekommen, das kurze Zeit nach der Tat sichergestellt wurde. Das Motiv der Brandstiftung liegt weiter im Dunkeln.

Den Ermittler zufolge hatte der 38-Jährige Ende Mai zwei Männer mit schweren Brandverletzungen zu einer Tankstelle in Türkheim gebracht. Der Mann war danach unerkannt verschwunden, eine Überwachungskamera hatte jedoch das Fahrzeug aufgenommen.

In der gleichen Nacht hatte es in einem Wohn- und Praxisgebäude im nur wenige Kilometer entfernten Bad Wörishofen eine Verpuffung gegeben. Dabei war ein Schaden von rund 200 000 Euro entstanden. Die beiden Verletzten sollen sich in der Nähe des brennenden Gebäudes aufgehalten haben. Die Betreiberin der Praxis war bereits 2011 schriftlich bedroht worden. Über den Inhalt der Drohungen wollte die Polizei keine Angaben machen.

Bei den Brandopfern handelt es sich um zwei 22 und 36 Jahre alte Männer aus Bochum und dem Großraum Recklinghausen. Sie sind aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands weiterhin nicht vernehmungsfähig. Nach Polizeiangaben besteht der Verdacht, dass die Männer ebenfalls den „Black Jackets“ angehören.

Hier finden Sie die Schlagzeile von Ende Mai.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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